Tsuruga (Japan).
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Funkspruchstelle befindet sich auf Nokogiri-zaki, der schon unter Land-
marken erwähnten westlichen Einfahrtshuk zum Ohama-Hafen.,
Lotsen sind nicht vorhanden.
Schleppdampfer. Es ist nur ein kleiner Privatschlepper zum Bedienen der
russischen Postdampfer am Orte. Segelschiffe könnten vielleicht, wenn durchaus
nötig, Hilfe von den im Hafen verkehrenden Küstendampfern bekommen.
Sturmsignale werden am Signalmaste westlich vom Zollhause gezeigt.
Quarantäne. Ärztlichen Besuch brauchten die Kapitäne der. eingangs er-
wähnten Schiffe nicht abwarten, ehe sie mit dem Lande verkehren durften, Ein
Gesundheitspaß wurde nicht verlangt.
Zollbehandlung ist sehr kulant. Es wird eine Liste än Bord gebracht, die
vom Kapitän auszufüllen ist.
Gezeiten, Die Hafenzeit ist 2b 28min, die Hochwasserhöhe beträgt bei
Springtide 0.4 m, bei Nipptide 0.2 m.
Der Gesundheitszustand am Lande und an Bord war während des Aufenthaltes
der Schiffe gut, und es kamen keine klimatischen Krankheiten an Bord vor.
Einsteuerung. Das Einlaufen in die Tsuruga-Bucht ist nicht schwierig, da
im Fahrwasser und in dessen Nähe keine gefährlichen Stellen vorhanden sind,
Man kann auch nachts ein- und auslaufen. ;
Kapt. C. Bär schreibt darüber: »Die Einsteuerung bietet bei einigermaßen
klarem Wetter keine Schwierigkeit, Nachdem wir das Feuer von Tateishi-zaki
in 1 Sm Abstand passiert hatten, steuerten wir auf südlichem Kurs in die Bucht
hinein, etwa 1 Sm Abstand von der Westseite der Bucht haltend, Sobald das
Leuchtfeuer auf der Kanega-zaki-Ladebrücke ausgemacht werden konnte, hielten
wir auf dasselbe zu und ankerten für den Rest der Nacht auf 21 m Wasser, das
Feuer rw. 135° (mw, SO01S) !/, Sm entfernt peilend. Bei Tagwerden kam der
Stauer der Standard Oil Co. mit einem Brief an Bord und bot mir seine Hilfe
an, um das Schiff weiter in den Hafen hineinzubringen, Ich lotete zunächst das
gerade auf den großen Schornstein führende Fahrwasser aus, steuerte dann auf
den Schornstein zu und vermoorte das Schiff südwestlich vom Leuchtturm, etwa
in der Mitte zwischen ihm und der gegenüberliegenden Stadt. Nachts oder bei
ansichtiger Luft ist große Vorsicht geboten, um Mizu-shima zu meiden, da diese
Insel sehr schwer auszumachen ist. Ich sah sie weder beim Einlaufen, noch
beim Auslaufen. Kapt. Voigt vom Dampfer „Loongmoon“ hat häufig dieselbe
Beobachtung gemacht.« ; .
Auslaufen. Kapt. M. Dietrich mußte 8 Tage lang auf zum Auslaufen
günstigen Wind warten.
Ankerplatz im Hafen. Für große Schiffe wird empfohlen, 3 bis 4 Kblg
westlich von der Kanega-zaki-Ladebrücke zu ankern, wo sie 20 bis 22 m Wasser
finden. Kleine Schiffe können auch innerhalb der Brücke ankern, doch ist dieser
Ankerplatz im Winter nicht sicher.
Den besten und sichersten Ankerplatz findet man in der 2 Sm nordwestlich
von der Stadt gelegenen Jogo-Bucht; hier liegt man vollkommen geschützt gegen
alle Winde auf 9 bis 18 m Wasser über hartem, vorzüglich haltendem Schlick-
grund. S. »Herzogin Cecilie« ankerte hier auf 18 m Wasser über Schlickgrund
in den Peilungen: Hiruko-zaki rw. 71° (mw..ONO8/,0), Kanega-zaki rw. 131°
(mw. SO1/,S). Dieser Ankerplatz war nach Angaben des Kapitäns sehr gut. Der
Ankerplatz westlich von der Kanega-zaki-Landungsbrücke ist nach seinem Bericht
aber im Winter nicht zu empfehlen, da der dortige Kiesgrund nur schlecht hält.
Kapt. C. Bär vermoorte sein Schiff in den Peilungen: Leuchtturm auf der
Kanega-zaki-Ladebrücke rw. 28° (mw. NOzN), großer Schornstein westlich von
der Stadt rw. 177° (mw. S1!/,W). Der Ankerplatz war gut, der Grund ‚fester
gelber Sand. Das Schiff lag vor beiden Bugankern, von denen der eine nach
Norden, der andere nach Süden ausgebracht worden war.. Kapt. C. Bär schreibt:
‚Der von uns gewählte Platz scheint gerade sehr günstig. zum Ankern zu sein,
da ich einmal bei nördlichem Winde beobachtete, daß die Dünung stärker war
sowohl bei der weiter nach dem Lande zu ausgelegten Festmachetonne, als auch
3 bis 4 Schiffslängen westlich von meinem Liegeplatze. Die an diesen Stellen
Ann d. Hvar. usw. 1911. Heft V_