Datum
7, November
8,
9,
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w
X
Dezember
;
Kleinere Mitteilungen.
Kurs | Distanz . Wind | Stärke
736° W
N 59° W
N 87° W
N 89° W
388° W
385° W
387° W
N 87° W
N 80° W
at
27
4b
97
118
103
102
112
52
WS
v8
v7
X
r
V
Besteckversetzung | Bemerkungen
743°0
V23°0
S30°0
N1L°O
N 200
N 10° W
Hohe
westliche
Dünung
CH
215
Wie auch aus dieser Tabelle zu ersehen ist, rühren die Versetzungen
lediglich von den durch die herrschenden Winde verursachten Oberflächen-
strömungen her. Man erreichte Murray Reede auf Bermuda am 5. Dezember
10b morgens, Nach einem Aufenthalt von 9 Tagen verließ »Cheruskia« am
14. Dezember im Schlepptau des der Firma Merrit & Chapman, Derrick
& Wrecking Co. in New York gehörenden Dampfers »Resane«, Bermuda, um
nach New York zu schleppen. Dieser 537 Tons brutto große Schleppdampfer
mit einer dreifachen Expansionsmaschine von 96 nominellen Pferdestärken ge-
brauchte nicht weniger als 14 Tage, um die »Cheruskia« diesen 900 Sm langen
Weg zu schleppen. Während der ersten acht Tage waren den Schiffen starke,
manchmal stürmische Winde entgegen, Anfangs mehr aus südlicher Richtung,
drehte der zunehmende Wind schon am zweiten Tage der Reise mehr westlich
und wehte bis zum 12. Dezember mit einer Stärke zwischen 5 und 10 aus dem
nordwestlichen Viertel, was die Reise natürlich sehr verzögerte. Der Schlepp-
dampfer legte mit der »Cheruskia« in acht Tagen auf W%, N Durchschnittskurs
nur 375 Sm zurück, was eine Durchschnittsfahrt von 1,9 Knoten ergibt. Es
wurde anfangs ein westlicher Kurs verfolgt, um nicht in den Bereich der Gegen-
strömung zu kommen. Je mehr man sich der amerikanischen Küste näherte,
desto mehr Nord wurde angeholt; bis man schließlich auf der Höhe von Kap
Hatteras Land machte und seinen Kurs auf Kap Hewey setzte. Am 25. Dezember
wurde abends um 6lh auf Lyen-Reede (Norfolk) geankert. Nachdem der Schlepper
seinen Kohlenvorrat ergänzt, setzte man die Reise am 27. fort und gelangte nun
nach 36stündiger Fahrt glücklich am nächsten Tage im Hafen von New York an,
wo der Dampfer seinen Schaden reparierte, v.d. L.
2. Die Eisverhältnisse der nordpolaren Meere im Jahre 1910. Wie in
früheren Jahren soll auch diesmal wieder ein Überblick über die Eisverhältnisse
der Arktis gegeben werden, an Hand der mit fünf Monatskarten ausgestatteten
Veröffentlichung des Dänischen Meteorologischen Instituts, der Sammelstelle der
Eisbeobachtungen in den arktischen Meeren,
Nowaja Semlja. Eine norwegische Walfängerexpedition, die nördlich der
Matotchkin-Straße überwinterte, fand die See bis zur Nordenskjöld-Bucht von
Januar bis März eisfrei; nur die Buchten und die Küstengewässer waren zu-
gefroren. Im April bildete sich von der Sukhoi-Spitze südwärts Jungeis. Im
Juli und August war die Westküste eisfrei.
Weißes Meer. Das Weiße Meer war schon von Anfang Mai ab eisfrei, die
Schiffahrt wurde am 15. offiziell als eröffnet erklärt,
Barents-See. Das Wintereis brach sehr früh auf. Das weiter nördlich
liegende Polareis war sehr dicht. Im Anfang des Jahres lag die KEiskante
normal, zog sich aber später nur langsam nach N zurück, so daß im Juli und
August das Eis südlicher als normal lag. Bei der Bären-Insel wurden während
des Sommers häufig Eisberge beobachtet.
Spitzbergen. Der Winter war mild. Eine im Bell-Sund überwinternde
Expedition meldet den Sund während des ganzen September 1909 als eisfrei.
Von Anfang Oktober bis Anfang November war der Sund mit Packeis gefüllt,
dann aber bis Ende des Jahres eisfrei. Anfang Januar 1910 füllte sich der Sund
mit Polareis, das erst Ende März aufzubrechen begann. Während des Sommers
waren die Eisverhältnisse sehr ungünstige, indem sich von Nowaja Semlja bis zur