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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1911.
weit ausdehnt., Der Hafen bietet die einzig sicheren Ankerplätze an dieser Küsten-
strecke; er ist Verschiffungsplatz für die Paranoi-Kohlenminen, liegt aber nach
N offen. Die geographische Lage des Leuchtfeuers auf dem Kopfe des Hafen-
dammes ist 43° 12’ 18” N-Br. und 141° 1’ 12” O-Lg. Die Mißweisung für das
Jahr 1910 beträgt 6.5° W, die jährliche Anderung + 3.
Landmarken. Für vom Süden kommende Schiffe kommt zunächst die Insel
Okushiri als Landmarke in Betracht. Diese fast überall dicht bewaldete Insel
steigt allmählich an und erreicht in dem Berge Kamoi sana, der nicht weit von
ihrer Westküste entfernt liegt, 583 m Höhe, Zwischen diesem Berge und der
Nordhuk der Insel liegen drei weitere, 396 m hohe Gipfel, die, wenn aus nord-
westlicher oder südöstlicher Richtung gesehen, auffällige Landmarken bilden,
Aonai-misaki, die Südhuk der Insel, ist niedrig und spitz zulaufend; Inaho-zaki,
die Nordhuk der Insel, ist ebenfalls niedrig, bildet aber infolge eines 72 m hohen
Hügels, der etwa !/, Sm von ihrem äußersten Ende entfernt liegt, eine bemerkens-
werte Erscheinung; außerdem steht auf der Huk ein Leuchtturm. Die Westküste
der Insel von Gunrai-misaki bis zu Inaho-zaki ist höckerig und im allgemeinen
unter Wasser steil abfallend; Klippen liegen jedoch an verschiedenen Stellen
2, Sm und mehr von der Küste entfernt. Die Ostküste von Imakono-hana bis
Inaho-zaki verläuft fast geradlinig. Sie ist steil unter Wasser abfallend, und die
Küstenabhänge senken sich beinahe senkrecht ins Meer, Die Wassertiefen be-
tragen an verschiedenen Stellen in 1 Sm Abstand von der Küste schon über 183 m,
Die Küste der Insel Yezo ist von Obano-zaki an abschüssig und unter
Wasser steil abfallend; sie verläuft bis zu Motsuta-zaki in nördlicher Richtung.
Motsuta-zaki hat steile Küstenabhänge und tiefes Wasser bis dicht an die Küste
heran. Vier Seemeilen nordöstlich von ihr liegt Shiraito-zaki, eine dicht bewaldete,
46 m hohe Huk mit schwarzen Küstenabhängen; ein auffälliger Wasserfall be-
Ändet sich in ihrer Nähe. Von dieser Huk aus wendet sich die Küste in nord-
östlicher Richtung nach Benkei-zaki an der Westseite der Suttsu-Bucht; ein
Leuchtturm steht auf dieser Huk, Nordöstlich von Benkei-zaki, zwischen dieser
Huk und der Iwanai-Bucht, bildet die Küste zwei hohe schwarze Abhänge, von
denen der nördliche, Raiden-zaki, eine dreieckige, der südliche, Katanake-zaki,
eine dem ersteren ähnliche Form zeigt. Eine gute Landmarke bildet der kegel-
förmige, 1910 m hohe Vulkan Shiribetsu, der etwa 15 Sm südöstlich von der
Stadt Iwanai liegt; er ist der höchste Berg der Insel Yezo. Von Sannai-misaki,
der südwestlichen Ausbuchtung der Halbinsel Shiribeshi, ist die Küste steil mit
tiefem Wasser daneben; gefährliche Stellen scheinen sich in einiger Entfernung
von ihr nicht zu befinden, Das Land innerhalb der Küste erhebt sich jäh zu
dem Berge Shakotan, der gut 6 Sm südöstlich von Kamoi-zaki, der Nordwesthuk
der Halbinsel Shiribeshi, zu 1300 m Höhe ansteigt. Kamoi-zaki selbst ist eine
aus sehr großen Felsstücken zusammengesetzte 82 m hohe Huk, mit einigen
Bäumen auf dem Gipfel und einem Leuchtturm auf dem Außenende; 7 Sm ost-
nordöstlich von der Huk liegt Shakotan-misaki, der nördliche Ausläufer der Halb-
insel Shiribeshi, Maruyama-zaki, an der Westseite der Furubira-Bucht, ist eine
195 m hohe, dicht bewaldete Huk; westlich von ihr steigt der auffällig spitze
Berg Takezawa zu 425 m Höhe an; Bäume sieht man auf dem Gipfel des letzteren.
Shiriba-zaki ist eine 297 m hohe, steil abfallende Huk an der Westseite der
Yoichi-Bucht. Zwischen dieser Bucht und der Huk Takashima steigen an der
Küste Hügel von über 152 m Höhe jäh an, während sich weiter landeinwärts
solche bis zu 610 m erheben. Takashima-Huk selbst ist der Ausläufer von dem
felsigen Rücken des Berges Takashima, der sich 11!/, Sm westlich von ihr
zu 372 m Höhe erhebt; ein Leuchtturm steht auf der Huk, Beim Näherkommen
bilden dann der nördliche Hafendamm mit dem darauf stehenden Leuchtturm,
die Leuchttonne vor der Schüttung des im Bau befindlichen südlichen Hafen-
dammes und die Schiffe im Hafen einen guten Anhalt. Bei Nacht dienen die
Leuchtfeuer von Inaho-zaki, Benkei-zaki, Kamoi-zaki, Hiyoriyama (Takashima-
misaki) und von Otaru als Landmarken,
An- und Einsteuerung. Die An- und Einsteuerung von Ötaru bietet bei
sichtigem Wetter keine Schwierigkeit, wenn man in angemessenem Abstande von