196 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1911,
Ältere Material noch benutzen, besonders in Rücksicht auf den gleich zu be-
sprechenden Umstand, daß die einzelne Beobachtung selbst nicht besonders genau
ist. Ab und zu erscheinen bei den Koordinaten halbe Grade, und wenn Meteore
gelegentlich im Gesichtsfelde eines kleinen Fernrohres beobachtet sind, auch wohl
Zehntelgrade; meistens muß man” aber mit dem ganzen Grade zufrieden sein,
Wenn beim Beobachten zufällig eine Karte benutzt wird, der eine andere Epoche
zugrunde liegt als die gebräuchliche, so muß diese Ausnahme vermerkt werden;
so bei Nr. 699, wo eine auf 1890 bezogene Karte gebraucht wurde. In der Zeit
von 1855 bis 1890 ist der Frühlingspunkt und das auf ihm beruhende Gradnetz
bereits einen halben Grad unter den Sternen gewandert. Übrigens findet sich
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bei Nr. 699 auch die Bemerkung, daß die Bahn nur ungefähr richtig aufgefaßt
worden ist. Nr. 692 und 712 zeigen den bei zahlreichen Beobachtungen wohl
vorkommenden Fall, daß die Bahn nachher auf der Karte nicht wiederzufinden ist.
Tritt zu der Angabe der Koordinaten des Anfangs- und Endpunktes auch
noch die der Zeit des Aufleuchtens, wie wir sie hier in der zweiten Spalte der
Tabelle finden, so kann man, wenn nur klargestellt ist, um welche Zeitzählung
es sich handelt, alle übrigen Angaben rein geometrischer Art daraus ableiten;
natürlich muß auch die Lage des Beobachtungsortes bekannt sein. Im vor-
liegenden Falle sind mittlere Ortszeiten angesetzt, und zwar wegen ungünstiger
äußerer Verhältnisse nur auf die halbe Minute genau. Im allgemeinen wird man
gerade auf See die Zeit gewöhnlich auf einige Sekunden verbürgen können; am
besten gibt man die Uhrsekunden an und fügt zuletzt eine Notiz über den Uhr-
stand bei. Wären die Zeiten nach Sternzeit angegeben, so könnte man offenbar