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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1911. 
4. Herbst (September bis November). 
Zurückweichen der Roßbreiten-Antizyklone, Steigen des Luftdrucks auf den 
Kontinenten sowie Ausbildung der arktischen Windscheide‘) und der Zyklone 
bei den Aleuten bestimmen die sich von Monat zu Monat verändernden Wind- 
verhältnisse während des Überganges vom Sommer zum Winter, 
Äußerst schnell geht nördlich etwa 60° N-Br. der Umschlag in die winter- 
liche Windverteilung vor sich. Im Gegensatz zu den südlichen Winden des 
August überwiegen polare Winde schon von September an. Während in Nowo 
Mariinsk im August der SO-Wind mit 28%, entschieden vorherrscht, ist er im 
September bereits vom NW-Monsun mit 21%, der Häufigkeit abgelöst. (Vgl. 
folgende Tabelle.) 
Prozentische Windhäufigkeit in Nowo Mariinsk (64° 45 N-Br., 177° 58’ 0-Lg.). 
sol o | so | s | sw | w | sw! sn 
August u 3 | ı5 8 4 8 1 10 11 
September 19 5 © 2 13 4 6 , 1 21 
Oktober 20 5 1 9 70:08 4 0 HH 33 
Für das südlicher gelegene Nikolajewsk ist September der Kentermonat. 
In Shana und Nemuro, aber auch auf dem benachbarten Ozean bleibt der SO- 
Monsun in diesem Monat noch, und im Oktober erlangen die NW-Winde etwa 
yleiche Häufigkeit wie die südöstlichen, um über das ganze Gebiet von November 
an deutlich zu herrschen. 
Prozentische Windhäufigkeit in Shana (45° 14’ N-Br., 147° 5l' 0-Lg.). 
N 
|Ixol ol sol! sg Isw' w/l nw ' sun 
September 22 | 31 8 6 ' 6 16 
Oktober 3 3 1 10 21 | 11 9 | 22 23 
November ; 3 © 1 6 13 8 700 27 34 
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Auf dem Ozean von 165° O-Lg. bis 170° W-Lg. findet im Laufe des 
Herbstes eine Rechtsdrehung der vorherrschenden Winde statt. Aus südlichen 
Winden bilden sich westliche infolge des bei den Aleuten entstehenden Minimums. 
Von 170° bis 145° W-Lg. bleiben. die antizyklonalen SW-Winde des Sommers auch 
während der übrigen Jahreszeiten bestehen als zyklonale Winde an der SO-Seite 
des aleutischen Minimums. 
Im Gebiet von ungefähr 140° W-Lg. bis zur Küste weichen im Herbst all- 
mählich die NW-Winde. Von Oktober an haben südliche Winde das Übergewicht. 
{n Sitka gehen die südlichen bis westlichen Winde des Sommers in die östlichen 
des Winters über.?) 
Sommer 
Herbst 
N NO 
4 3 
12 15 
DD 
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ı) Mohn, a. a. 0. Plate XI. 
2 Meteorol. Ztschr. 1908, S. 318ff.
	        
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