Imperial- oder Barracouta-Hafen,
151
(Care-Huk) rw. 23° (mw, NNO°/,O), und ‘die Colley-Huk rw. 48° (mw. NOzO)
peilte, Kapt. A. Bruhn ankerte vor der Niederlassung der Oriental‘ Timber
Corporation auf etwa 13 m Wasser über guthaltendem Ankergrund. Das Schiff
hatte beide Buganker aus und war, um ein Stetigliegen zu erzielen, hinten an
einer Holztonne festgemacht. Im westlichen Arm der Bucht findet man ebenfalls
guten Ankerplatz auf ähnlichen Tiefen wie im östlichen. Der Platz ist hier
jedoch beschränkter, S. M. SS. »Deutschland« ankerte zwischen der Watch- oder
Elliot-Huk und der Veak-Huk, den Häusern der russischen Niederlassung gegen-
über, auf 21 m Wasser, über Schlickgrund. Man hüte sich der Veak-Huk wegen
der vorgelagerten Klippen zu nahe zu kommen.
Hafenanlagen irgend welcher Art sind nicht vorhanden. Das Laden der
Holzstämme geschieht mit eigenem Geschirr, Die Stämme kommen ungeschält
längsseit und sind bei 0.35 m Durchmesser etwa 7m lang. An Gewicht gehen
etwa 2!/, Stämme auf eine Tonne. Das Stauen der Stämme besorgt die Gesell-
schaft auf ihr Risiko; es werden etwa 700 Stämme im Tage übergenommen.
Die russische Niederlassung Konstantinovski liegt, wie schon erwähnt, in
der Postovoi- oder Pallas-Bucht am westlichen Arm. In der Southern-Bucht an
der Südseite des Ostarmes hat die Oriental Timber Corporation, die von der
russischen Regierung die Konzession hat, auf unbestimmte Zeit Holz zu fällen
und nach auswärts zu verschiffen, eine Niederlassung angelegt, die aus etwa
10 Holzbaracken, einer. kleinen Sägemühle, einem Hospital, einem Geschäftsgebäude
und drei Lagerschuppen besteht. Das ganze Gewese ist mit einem Drahtzaun
umgeben; der Grund und Boden gehört laut Vertrag der Oriental Timber
Corporation, solange dieselbe am Orte ansässig ist. Mehrere kleine Nieder-
lassungen konzessionierter Fischer befinden‘ sich an verschiedenen Plätzen, Die-
selben: fangen große Mengen Heringe, Lachse, Dorsche und Butt. Sie bereiten
viele davon auf. primitive Art und Weise zu Dünger, andere werden auch ge-
trocknet, Heringe eingesalzen, und von Lachs wird Kaviar gewonnen. Im Winter,
von Oktober bis Mai, werden die Niederlassungen von den Fischern verlassen.
In neuerer Zeit haben Regierungsbeamte bereits abgeholzte Ländereien vermessen,
auf denen sich russische Familien ansiedeln wollen, um das Land zu bebauen.
Der Boden soll stellenweise sehr gut sein und sich des kurzen Sommers halber
namentlich zum Anbau von Kartoffeln und Gemüse eignen,
Die Ausfuhr besteht aus Holz, ,
Telegraphische Verbindung ist nicht vorhanden. Die Post wird alle
12 Tage durch einen Dampfer der freiwilligen Flotte nach Wladiwostok und
Nikolajewsk befördert.
Schiffsausrüstung. Proviant ist in kleinen Mengen von .der Oriental
Timber Corporation zu erhalten, die mit einem Kostenaufschlag von etwa 30%,
von ihrem Vorrat abgibt; frisches Fleisch, Kartoffeln und Gemüse sind jedoch
nur zeitweise zu haben. Man tut gut, sich zum Fischfang ein Netz mitzubringen,
um genügende Mengen Fische für eigenen Bedarf fangen und auch einsalzen oder
trocknen zu können, Wasserversorgung, Obgleich im Umkreise viele Quellen
vorhanden sind, so würde es doch beschwerlich sein, für Schiffsgebrauch ge-
nügende Mengen an Bord zu nehmen, da für die Übernahme keine Vorrichtungen
vorhanden sind.
Kleinere Mitteilungen.
1. Askold-Eiland. Nach Fragebogen Nr. 3158 des II. Offiz. P. Vollrath,
D. »Kowloon«, vom Dezember 1903. Ergänzt nach englischen Quellen, Brit.
Adm-Krt. Nr. 2432, Tumen Ula to Strelok Bay including Peter the Great Bay;
Nr. 2405, The Kuril Islands; Nr. 3198, Askold Island to Cape Povorotni.
Askold-Eiland liegt südöstlich von Wladiwostok an der Ostseite der Einfahrt
zur Bucht Peters des Großen. Die geographische Lage des Leuchtfeuers auf der
steilen Südwesthuk des südlichen Vorgebirges dieser Insel ist 42° 44’ N-Br: und