Nikolajewsk.
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fahren, statt das enge Sachalin-Fahrwasser an der Innenseite der Insel zu be:
nutzen. Es ist jedoch beim Entlangfahren an den Küsten der Insel Sachalin
große Vorsicht geboten, da die Grenzen der Insel in. der Karte nur bis zu einem
gewissen Grade genau niedergelegt sind. Segelschiffe müssen auch beim Umfahren
des Nordendes von Sachalin in gutem Abstande vom Kap Elizabeth und Kap
Mary bleiben, um den stark. nach Osten setzenden Strom zu meiden, namentlich
da der auf See frisch wehende Wind unter. Land gewöhnlich leicht und ver-
änderlich ist. Nach dem Passieren des Kap Mary steuere man mit südsüdwest-
lichem Kurse den Sachalin-Golf hinunter. Kommt der Berg Menshikoya auf dem
gleichnamigen Kap in Sicht, der bei klarem Wetter schon aus großer Entfernung
zu erkennen ist, so bringe man denselben in rw. 180° (mw, S°/,W)-Peilung und
steuere auf dieser südwärts, um die Glockentonne Nr, 24 aufzusuchen, die als
nördliche Ansteuerungstonne sowohl des Sachalin- wie auch des Newelski-Fahr-
wassers dient. Nach dem Passieren dieser Tonne muß man rw. 151° bis 152°
(mw. SzO7/,O bis SzO*/,O) steuern. Auf diesem Kurse erreicht man nach etwa
2 Sm gelaufener Distanz eine auf 6.4 m (3'/, Saschen) liegende kleine rot-schwarze
Tonne... Ungefähr 2 Sm rw. 155° (mw. Sz0!/„O) von dieser Tonne liegt auf 7 m
(3°/; Saschen) eine große rot-schwarze Tonne mit Stange und Balltoppzeichen;
diese bezeichnet den Ort, wo Schiffe, die ihres Tiefganges halber nicht über die
Barre und nach Nikolajewsk gelangen können, zum Leichtern ankern und Hoch-
wasser abwarten, Schiffe, die auf der Nord-Reede ankern wollen, behalten den
rw. 180° (mw. S°/„W)-Kurs so lange bei, bis die beiden etwa 8 Sm südlich vom
Kap. Golovacheva auf der Insel Sachalin stehenden Voskhovo- (Okhotsk)-Baken
in.rw. 125° (mw. SO !/,O)-Peilung kommen und steuern dann auf dieser Peilung
nach einem Ankerplatz auf der Reede. Der rw. 180° (mw. S%/, W)-Kurs führt
westlich frei von der Bank, die die Nordseite der Nord-Reede bildet. (Siehe auch
Ankerplatz auf der Nord-Reede.)
Vorsicht. Es wird hiermit auf die in der Brit. Adm-Krt. Nr. 2650 gemachte
Bemerkung aufmerksam gemacht. Dieselbe lautet: »Diese Küsten sind sehr
mangelhaft vermessen und teilweise fast unbekannt. Diese Karte ist daher mit
großer Vorsicht zu gebrauchen.«
Kapt. W. Rosendahl kam beim Kap Lazareva mit seinem Schiff an einer
Stelle fest, wo nach der Karte 11 bis 14 m (6 bis 8 Faden) Wasser sein sollten.
. Leuchtfeuer sind auf dem Amur und in seinen Zugängen nicht vorhanden.
Über die Befeuerung des Tartaren-Sundes siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1911,
Heft VIIT, Tit, XI Nr. 2651 bis 2666.
Lotsen. Zur Führung der Schiffe im Fahrwasser der Amur-Mündung ist
privater Lotsendienst eröffnet worden. Lotsenstationen befinden sich in Niko-
lajewsk, in der Castries-Bucht und auf Langr-Eiland. Alle Lotsen des Dienstes
sind mit besonderen Lotsenbüchern versehen, die die Unterschrift des Gehilfen
des Direktors der Leuchtfeuer und Lotsen des Stillen Ozeans und einen Amts-
stempel tragen... Personen, die solche Bücher nicht besitzen, haben kein Recht,
Schiffe zu lotsen.
Kapt. H. Pape mußte in der Castries-Bucht den Lotsen für den Amur
mit dem Schiffsboote von der Station holen,
Schleppdampfer sind in Nikolajewsk vorhanden, aber nicht zu jeder Zeit
zu haben, .
Quarantäne. Ärztlicher Besuch muß abgewartet werden, ehe man mit dem
Lande verkehren darf, Gesundheitspaß wird stets verlangt. ©
. Zollbehandlung ist gut. Es empfiehlt sich, die Beamten gut aufzunehmen
und zu bewirten. An Schiffspapieren werden Manifest, Meßbrief, Musterrolle
und Proviantliste verlangt.
Ankerplatz auf der Nord-Reede, Nord-Reede heißt der Teil des Sachalin-
Golfes südlich von der Bank, die nordwestlich vom Kap Golovacheva liegt.
Schiffe finden hier etwa 6 Sm westlich von diesem Kap Ankerplätze auf 7.3 bis
14.6 m Wasser. Geschützter. ist der Ankerplatz vor dem Dorfe Tamlevo, das
etwa 4 Sm südlich vom Kap Golovacheva liegt, . Die Wassertiefe auf der Reede
beträgt im allgemeinen etwa 9.1 m. Sie ist aber vielfach Änderungen unterworfen.
Ann. d. Hrdr. usw... 1911. Heft IT