Nikolajewsk.
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weder Baumwuchs noch sonst irgendwelche Vegetation zu bemerken ist. Vom
Norden aus gesehen erscheint das Kap wie zwei zerklüftete Huken, von denen
die westliche aus lauter Felsenspitzen besteht, Etwa 18 Sm westlich von Kap,
Elizabeth liegt das etwas niedrigere Kap Mary, das aus einer. Hügelkette von
ungefähr gleicher Höhe endet. Das Kap. fällt allmählich. nach See zu ab, wo
es mit einem jähen Abhang abschließt, von dem aus sich ein Riff auf beträcht;-
liche Entfernung nach See zu erstrecken scheint. Die Nordwestküste ‘der Insel
Sachalin ist zerklüftet und meist überall von gelblicher Farbe. Berge und Täler
wechseln miteinander ab. Weiter nach Südsüdwest zu wird die Küste aber wieder
niedrig und sandig, und man sieht nur hier und da einige für sich alleinstehende;,
aber malerische Sandhügel. Zum Ansteuern der Nord-Reede im südlichen Teil
des Sachalin-Golfes dienen der Berg Menshikova auf dem gleichnamigen Kap
südlich von der Langr-Insel, die 21 m hohe weiße Bake auf dem Südende dieser
Insel, sowie die nördlich davon auf 53° 26.7’ N-Br. und 141° 24.3 O-Lg. ausgelegte
Glockentonne als Landmarken.
Die Fahrrinne über die Barre sowie die Fahrwasser, die vom Norden und
vom Süden nach dem Amur-Flusse führen, wie auch das Sachalin-Fahrwasser,
sind durch Baken und Tonnen gekennzeichnet, von denen die letzteren jedoch
nur im Sommer ausliegen, wenn die Fahrwasser frei von Eis sind, N
Ansteuerung. Nach Nikolajewsk bestimmte Schiffe, die vom Süden kommend
zum Ansteuern den Tartaren-Golf benutzen, müssen zunächst die Castries-Bucht
in der Tartaren-Straße anlaufen, um dort einen Lotsen für Nikolajewsk an Bord
zu nehmen. Von hier aus führen die in der Karte. eingezeichneten Kurse bis
zum Kap Pogobi an der Südeinfahrt zum Golf von Amur, wobei die im Fahr-
wasser ausgelegten Tonnen als Leitmarken dienen. Man bleibt. hierbei östlich
von der Fox- oder Glasenapa-Bank und der südlich davon gelegenen 4.1 m-Stelle.
Man sollte in angemessenem Abstande die Bänke und Untiefen passieren, die an
beiden. Seiten des Fahrwassers der Küste vorgelagert sind. Die Baken, die an
der östlichen. Kante der Untiefe nördlich vom Kap Newelskoi (Nevelskago) und
am Rande des flachen Wassers vor dem Kap Muraveva stehen, bleiben an B-B.
Sind jedoch infolge von Nebel oder unsichtigem Wetter die Landmarken des
Fahrwassers nicht zu sehen, so muß man ankern und warten, bis es wieder klar
geworden ist. Die Wassertiefe im Fahrwasser beträgt fast überall 9,1 m und
mehr, nur an einigen Stellen findet man 8.2 bis 6.4 m Tiefe. Diese Wassertiefen
sind aber für Schiffe genügend, die von hier aus den Hafen von Nikolajewsk
anlaufen oder die durch das Sachalin-Fahrwasser nach Norden steuern wollen,
da sie das nach dem Amur führende südliche Fahrwasser nur mit weniger als
4.3 m Tiefgang passieren können, und im Sachalin-Fahrwasser an manchen Stellen
auch nur 4.9 m Wassertiefe vorhanden ist. Die Betonnung des Fahrwassers
zwischen der Castries-Bucht und dem Kap Pogobi bestand während der Schiff-
fahrtszeit 1908 nach Angaben der N. f. S. vom Jahre 1908 aus weißen Tonnen,
die in der Mitte des Fahrwassers ausgelegt waren; nach der Brit, Adm-Krt,
Nr. 2650 sind die Tonnen karriert.
Ist man in der Nähe des Kaps Pogobi angelangt und sieht die nördlich
vom Kap Lazareva gelegene Ogbi-Insel frei vor sich liegen, so halte man mit
nordwestzuwestlichem Kurse auf die bei der Insel ausgelegten Tonnen zu, Segel-
schiffe müssen hierbei auf der Hut sein, daß sie bei Flutstrom nicht in das Fahr-
wasser hineingesetzt werden, das östlich von der großen Bank entlang führt, die
nördlich vom Kap Lazareva liegt. Von der Nähe dieser Tonnen führt das Fahr-
wasser im weiteren Verlaufe zwischen der Spierentonne auf dem Steerte, der sich
von dem Südende der Ogbi-Insel ostwärts erstreckt, und der roten Tonne an
der Südseite der 3 m-Stelle östlich von der Insel hindurch. Hiernach steuere man
etwa rw. 322° (mw. NNW °/,W)- Kurs. 2 Sm weit, passiere nördlich von den beiden
weißen Stangenbaken, die am Rande des Flachs an der Südseite des Fahrwassers
stehen, und halte dann mit rw. 301° (mw. NW 1/,W)-Kurs (nach der Karte rw. 303°
(mw. NW !/,W) auf die Tonne zu, die ostnordöstlich von der Chakmut-Insel im
Fahrwasser liegt. Hat man die Tonne erreicht, so bringe man die beiden
weißen, pyramidenförmigen, auf dem Festlande südsüdöstlich von der Insel