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Full text: 71, 1943

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1943, 
Ich muß mir jeden Kommentar ersparen, zumal merkwürdig große Schwan- 
kungen zwischen mäßigen, ganz miserablen und recht guten Korrelationen 
{s. unter Nr. 4) vorkommen. Weitere Untersuchungen bei größerem Material 
möchten doch vielleicht wirkliche Aufschlüsse geben!). Für heute darf ich mit 
der Hoffnung schließen, daß in Zukunft die in Windhuk tätigen Herren Astro- 
nomen bei den sicher ausgezeichneten Sichtverhältnissen sich auch der Ver- 
folgung der neutralen Punkte widmen mögen. Dabei könnte mit Grand für 
die Ausführung von Messungen bei Benutzung des glasklaren von Voss an- 
gegebenen Polariskops und mit weiterer Anwendung spektral begrenzter Filter 
plädiert werden; die Bestimmung der Differenz Blau-Rot scheint besonders weit- 
gehende Aufschlüsse über die Beschaffenheit der Atmosphäre geben zu können. 
Zum Schluß ist es mir eine angenehme Pflicht, der Deutschen Forschungs- 
gemeinschaft meinen verbindlichsten Dank für die Bereitstellung von Mitteln 
zwecks Ausführung von Berechnungen und Herstellung von Zeichnungen aus- 
zusprechen. Es folgen nun noch in Tabelle 22 (Tafel 6) die Anmerkungen bei 
den Beobachtungen, die wegen der beachtenswerten Sorgfalt, mit denen sie 
von Hoffmeister gemacht wurden, möglicherweise in späterer Zeit bei fort- 
geschrittener Erkenntnis von größerer Bedeutung werden könnten, Der Ge- 
danke liegt nahe, zu untersuchen, ob und wieweit die aus den Tabellen 21a und b 
(Tafel 5) abgeleiteten Schwankungen (gegen den Mittelwert) in Übereinstimmung 
mit den meteorologischen Beobachtungen zu bringen sind, Dazu sei nur in aller 
Kürze bemerkt: 
Bei -- 3.5° OH. fand ich die größte positive Abweichung (+ 1.64°) am 
20. Sept. abends. Hoffmeister vermerkt neben Wolkenlosigkeit und guter 
horizontaler Sicht ganz leichten Blauschleier vor den Bergen und streifigen 
Hochdunst. — Die Schwankungen bei + 2.5° und 1,5° © H. zeigen ähnliches. — 
Bei der OH, -+3.5° sind die größten negativen, also mit einem größeren Rein- 
heitsgrad verbundenen Abweichungen (— 1.34°) am 2. Juni abends, und das Ent- 
sprechende gilt auch für die OH. von +2.5 und +15°%° Hoffmeister weist 
unter dem 2. Juni, abends, darauf hin, daß es wolkenlos und daß kein Dunst 
vorhanden sel. 
Gerhard Schott, Geographie des Atlantischen Ozeans.” 
Von Wilh, Meinardus, Bonn, 
Daß dieses Werk Schotts über den Atlantischen Ozean mitten im Kriege 
in neuer, dritter Auflage erscheinen konnte, ist ein rühmliches Zeichen für die 
unveränderte Schaffenskraft des Verfassers. Hat er doch keine Mühe gescheut, 
es mit den wichtigsten Ergebnissen der jüngsten Forschungen zu bereichern; 
Daß ein großes Bedürfnis dafür vorlag, nachdem die zweite, 1926 erschienene 
Auflage vergriffen war, läßt sich aus dem zeitbedingten wachsenden Interesse 
an meereskundlichen Erscheinungen leicht verstehen. Das bezeugt auch die 
bereitwillig gewährte finanzielle Unterstützung seitens verschiedener höchster 
Behörden, wie des Oberkommandos der Kriegsmarine, des Reichsministeriums 
für Luftfahrt und des Reichsverkehrsministeriums, wie auch seitens privater 
Schiffahrtskreise, Diesem Umstande ist es auch zu verdanken, daß die Aus- 
stattung des im Auftrage der Deutschen Seewarte herausgegebenen Werkes sich 
in jeder Hinsicht auf der Höhe der vorigen Auflage gehalten hat, aus der 
übrigens auch manches an Tafeln und Abbildungen unverändert übernommen 
werden konnte. 
1) Eine genauere Verfolgung der verschiedenen Schwankungen dürfte nicht allein von Interesse 
für die Meteorologie sein. Ich möchte diese Gelegenheit benutzen, auf die aktuelle Bedeutung hinzu- 
weisen, welche ausgedehnte, an einer größeren Reihe von Orten vorgenommenen Beoba: htunsen der 
neutralen Punkte für die Erkenntnis der Ursachen der in erster Linie mıt dem Nam-n Hoffmeister 
rerknüpften Leuchtstreifen am Nachthimmet haben könnte, Nach dem vorhin Erörterten könnte 
man sich auf die Beobachtung des Aragoschen Punktes beschiänken und sollte vor allem die 
Amplitude ins Auge fassen. 
3) 3. Aufl, XVI, 4388,, 1 Titelbild (die St, Pauls. Felsen), 27 Tafeln, 141 Fig. im Text. 
CC, Borsen, Hamburg 1942.
	        
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