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Full text: 71, 1943

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1943. 
in Arnsberg 1911 bei — 1,5°; in Arnsberg ist es demnach nach größeren nega- 
tiven Sonnenhöhen hin verschoben; beim sekundären Ba-Maximum liegt es um- 
gekehrt. Es könnte vielleicht bei dem einen oder dem anderen Leser das Bedenken 
aufsteigen, ob ein genügend strenger Vergleich zwischen den mit verschiedenen 
Apparaten durchgeführten Beobachtungen überhaupt möglich sei, da doch die 
für die Polariskope verwandten Turmaline hinsichtlich der Färbung schwanken. 
Diese Möglichkeit wurde von vornherein ins Auge gefaßt, indem streng darauf 
geachtet wurde, daß die Farbe sämtlicher von der Firma Dörffel und Färber 
für die. Herstellung der Polariskope benutzten Turmaline zwischen der zweier 
Prof. Busch gehöriger Vergleichsturmaline lag!). Hierher gehört auch der für 
Hoffmeister in Frage kommende Turmalin, — Das Kriterium des gegenseitigen 
Abstandes der Arago- und der Babinet-Kurve bei negativen Sonnenhöhen versagt, 
indem der Durchschnitt für die hier offenbar wesentlich in Frage kommenden 
Sonnenhöhen von — 0.5°, — 1.5° und — 2.5° für Arnsberg 1911 2.07 ergibt, für 
Windhuk 1937 dagegen nur 1.53°. Wir haben ja aber die Schwierigkeiten kennen- 
gelernt, die sich der Anwendung dieses Kriteriums in mehreren Beziehungen ent- 
gegenstellen, Dabei kann noch ergänzend bemerkt werden, daß sich den erwähnten 
Schwierigkeiten die weitere hinzugesellt, daß die beiden anvisierten Punkte an ent- 
gegengesetzten Himmelsstellen liegen und man nicht ohne weiteres annehmen darf, 
daß die Luftbeschaffenheit nach beiden Seiten hin immer die nämliche ist. Daher 
wird man auch nicht ohne weiteres annehmen, daß die Abweichungen vom Mittel 
für beide Punkte dem Vorzeichen nach übereinstimmen, Aus diesem Grunde soll 
auch der Ursache der einzelnen Schwankungen nicht nachgegangen werden, Ich muß 
mich schon damit begnügen, die durchschnittlichen Schwankungen für beide Punkte 
zu nennen, Sie betragen für die aus 22 Reihen bestehende Tabelle der Reihe nach: 
a) für den A-Abstand absolut: 0.84, 0.75, 0.72, 0.58, 0.53, 0.34, 0.57, 0.66 und 0.72; 
b) für den nämlichen Punkt in Prozenten des Durchschnittswerts: 4.79, 4.32, 
4.22, 3.43, 3.20, 2.02, 3.28, 3.55 und 3.42, 
Die entsprechenden Schwankungen für den Ba-Abstand sind: 
a) 0.50, 0.55, 0.46, 0.45, 0.37, 0.48, 0.46, 0.45 und 0.43 und 
b) 3.43, 3.74, 3.05, 2.94, 2.37, 3.09, 3.03, 3.04 und 2.93 %. 
Ich gebe diese Werte hier ohne weiteren Kommentar und verweise im wesent- 
lichen nur auf die vorhergehenden diesbezüglichen Ausführungen. Nur sei darauf 
hingewiesen, daß der Durchschnittswert der neuen Schwankungen sowohl absolut 
wie relativ für den A-Abstand (0.63 bzw. 3.52%) größer ist wie für den Ba-Abstand 
(0.46 bzw. 2.84%). Im Anschluß hieran seien folgende aus den Tabellen 21a 
(22 Morgen- und Abendbeobachtungen des Arago-Abstandes) und 21b (die ent- 
sprechenden Beobachtungen des Ba-Abstandes) berechnete Korrelationskoeffi- 
zienten in Tabelle 16 mitgeteilt. 
Tabelle 16. 
Nr. 
4 
Genauere Bezeichnung . 
Arago-Abstand bei einer Q H. von +3.5° und Differen- 
zwischen dem A- und dem Ba-Abstand bei der OH 
—1.5° (berechnet aus den Differenzen bei den CH. 
von — 0,5% —-1.5° und —2,5°% in Windhuk 1937/38. 
Arago-Amplitude zwischen den C)H. +-3.3° und —0.5° 
and der Differenz zwischen dem A- und Ba-Abstand 
bei der OH. von — 1.5° (wie vorher, als Mittel aus 
den drei (JH) in Windhuk 1937/88 __ 
Anzahl der 
Doppelreihen 
99) 
Korrelationskoeffizient 
0.146 4+ 0.130 
— 0.420 + 0.120 
Das Vorzeichen der Korrelationen liegt auch in Windhuk im erwarteten 
Sinne. Ein Kommentar über die schlechten Korrelationskoeffizienten dürfte sich 
nach den vorhergehenden Erörterungen erübrigen. Es wird aber doch die An- 
gabe einiger weiterer Korrelationskoeffizienten für die Windhuker Messungen von 
meteoralogischem Interesse sein: Tabelle 17. 
ı) S. Busch und Jensen, 1. cit. 1911, 285 u, 286 sowie Chr. Jensen, I. eit. 1916, 61 u. f£.
	        
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