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Full text: 71, 1943

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1943. 
Abbildung 7 dargestellten Kurven. Eine nicht geringe Ähnlichkeit mit den vor- 
hergehenden, für die Zeit erhöhter Sonnentätigkeit charakteristischen Kurven 
springt in die Augen. Da nun Dorno?) im Jahre 1920 über eine in Davos 
konstatierte Herbst- und Winterstörung 1919/20 mit 
Hauptmaximis vom 27. zum 29. August sowie vom 
10. bis 12. September 1919 und vom 18. zum 24. Fe- 
bruar 1920 berichtet hatte, die in jedem Falle durch 
eine recht hoch schwebende Störungsschicht verur- 
sacht sein müsse, lag der Gedanke nahe genug, die 
Trübung wegen der absoluten Übereinstimmung hin- 
sichtlich der Zeit mit der von Dorno für Davos 
konstatierten Septemberstörung zu identifizieren. Als 
eins der Hauptkriterien für eine durch verstärkte 
Sonnentätigkeit verursachte Trübung betrachtet 
Dorno die tiefe Lage der Ba-Kurve unter der 
A-Kurve, so gedacht, daß jedenfalls vor allem durch 
die hohe Trübungsschicht die Ba-Kurve eine Senkung 
gegenüber normalen Zeiten erlitten hat, Da nun in 
Nowawes erst im Jahre 1912 mit den Messungen der 
neutralen Punkte begonnen war, ist es nicht leicht, 
zu wissen, was man als Vergleichswert des Ba-Abstandes benutzen soll. Es liegt 
jedenfalls am nächsten, die Septemberkurve 1919 mit den Durchschnittswerten 
von 1915 sowie von 1918 zu vergleichen. Bedauerlicherweise kann sich aber dieser 
Vergleich nur auf die zwischen + 2.5° und — 0.5° Sonnenhöhe liegenden Werte 
beziehen. Die Tabelle 13 zeigt die Werte. 
Wie man sieht, liegen sämtliche Werte für 1919 unter den entsprechenden 
für 19135 und 1918. Auch von diesem Gesichtspunkt aus würde also kaum etwas 
gegen die Ansicht sprechen, daß wir es Tabelle 13. 
im September 1919 in Nowawes mit der 
Auswirkung der nämlichen Störung zu 
tun haben, die in Davos konstatiert wurde 
und von Dorno in Zusammenhang. mit 
verstärkter Sonnentätigkeit gebracht 
wurde. Man wird auch zugeben müssen, 
daß der ganze Habitus der Kurve außer- 
ordentlich dem der Abbildung entspricht. Typisch für beide Kurven scheint 
mir nicht am wenigsten die Tatsache, daß die Amplitude nicht übergroß ist, 
im Gegensatz zu den verhältnismäßig großen Ampli- 
tuden zu Zeiten der Auswirkung starker Vulkan- 
ausbrüche. Das Jahr 1919 wies noch eine andere 
Anomalie der Kurven der Arago- und Babinet- 
Kurven auf; wiederum wurde die Störung sowohl 
in Davos wie in Nowawes konstatiert, in Davos 
allerdings durch Verfolgung der Polarisationsgröße 
im Punkt maximaler Polarisation, in Nowawes mittels 
der Bestimmung der Abstände genannter neutraler 
Punkte. Dorno*) erwähnt, daß in Davos die 
Störung vom 29, Mai bis Mitte Juni reichte; für 
dessen Maximum gibt er die Zeit zwischen dem 
29. Mai und dem 4. Juni an. Die Kurven der Abb. 8 
zeigen den Durchschnittswert der in Nowawes am 
30. und 31. Mai sowie am 1. Juni gewonnenen Ab- 
standswerte. Smosarski war so freundlich, mir 
sein in Warschau gewonnenes Beobachtungsmaterial 
zur Verfügung zu stellen. Aus der Verarbeitung 
ging hervor, daß auch dort die erste Trübung 
vorhanden gewesen war. Bedauerlicherweise hatte aber zwischen dem 24. Mai 
U ©. Dorno, Met. Z. 1920, 79—82,
	        
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