{28
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1943.
[siehe auch Abb. 9!}, Zur Ergänzung wird hier auch noch als Abb. 10 der
Jahresgang gezeigt, wie er sich aus den Beobachtungen von 1937 und 1938
ergab [Fig. 1 in (so)!]. Man erkennt daraus ein deutliches Minimum im Sommer,
das nahezu drei Skalen-
stufen unter dem dJahres-
höchstwert liegt, der im
Februar mit 8.7 erreicht
wird [für das Tiefland
als Monatsmittel ‚eigentlich
ziemlich groß!], Die Am-
plitude des Jahresganges
macht fast 36% des Jahres-
mittelwertes aus, Nach
AHb.B F. Lauscher (u) und
» Dr ic
Jahresgang der Himmelsbläus in Schwerin [1937-—1942]. Be D nal da Cs) ergaben
Amplituden, was vielleicht auf die größere Meereshöhe der betreffenden Stationen
zurückzuführen ist, Im allgemeinen sollte man doch wohl erwarten, daß die
Größe dieser Amplitude bei zuneh-
mender Blaufärbung mit wachsender
Meereshöhe abnimmt — entsprechend
den Schwankungen der Intensität der
Sonnenstrahlung. —
Im übrigen ist in Schwerin der
Jahresgang recht gleichmäßig, ohne
_ 2 u . daß eine Ausgleichung erfolgt oder
Mm „4 A $5 vu N 5? erforderlich wäre. Die meisten aus
Abb. 10, Jahresgang der Himmelsbläue in Schwerin 4am Bereich der mittleren Ostseeküste
(1937 und 3938, stammenden Beobachtungen [aus Lü-
beck, Schwerin, Rostock und Warnemünde (letztere beiden noch nicht abge-
schlossen!)] lassen einen eindeutigen Jahresgang mit einem sommerlichen
Minimum und winterlichen Maximum mit einiger Sicherheit erkennen.
Tabelle 24 Weiter sei hier noch einiges über
Häufigkeit der Blaustufen > 8, den Jahresgang der Häufigkeit der Blau-
Sa N —— stufen }8 gesagt. In der Tab. 24 befinden
% aller a lumi sich die aus den Schweriner Beobachtungen
Beobachtungen | Quartalsmitiel errechneten relativen Häufigkeiten,
Es zeigt sich, daß die Blaustufen über
acht im IL Quartal relativ selten vor-
kommen, während ihre größte Häufigkeit
im IV. Quartal zu erwarten ist. Eine
ähnliche Verteilung ergibt sich auch bei
B. Hrudiöka (3) für Orte über 1400 m
Höhe; bei niedriger gelegenen Orten tritt
die größte Häufigkeit im Sommer ein,
Die monatlichen Schwankungen der
Bläue [Unterschiede von einem Tag zum
anderen] sind nach den Schweriner Beob-
achtungen am größten im Sommer und Herbst in den Mittagsstunden und am
kleinsten im Winter am Morgen.
2. Tagesgang.
Entsprechend dem Jahresgang müßte sich eigentlich auch eine tägliche
Periode der Himmelsbläue beobachten lassen. Hier scheint aber die Sache
wesentlich schwieriger zu liegen, was wohl hauptsächlich an der im Laufe des
Tages stark veränderlichen Helligkeit der Skalenbeleuchtung liegt, worauf
F. Linke hingewiesen hat (4); er meint, daß es wohl als sicher angenommen
werden muß, daß der dunkelste Punkt des Himmels bei tiefem Sonnenstand