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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 71 (1943)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1943. 
[siehe auch Abb. 9!}, Zur Ergänzung wird hier auch noch als Abb. 10 der 
Jahresgang gezeigt, wie er sich aus den Beobachtungen von 1937 und 1938 
ergab [Fig. 1 in (so)!]. Man erkennt daraus ein deutliches Minimum im Sommer, 
das nahezu drei Skalen- 
stufen unter dem dJahres- 
höchstwert liegt, der im 
Februar mit 8.7 erreicht 
wird [für das Tiefland 
als Monatsmittel ‚eigentlich 
ziemlich groß!], Die Am- 
plitude des Jahresganges 
macht fast 36% des Jahres- 
mittelwertes aus, Nach 
AHb.B F. Lauscher (u) und 
» Dr ic 
Jahresgang der Himmelsbläus in Schwerin [1937-—1942]. Be D nal da Cs) ergaben 
Amplituden, was vielleicht auf die größere Meereshöhe der betreffenden Stationen 
zurückzuführen ist, Im allgemeinen sollte man doch wohl erwarten, daß die 
Größe dieser Amplitude bei zuneh- 
mender Blaufärbung mit wachsender 
Meereshöhe abnimmt — entsprechend 
den Schwankungen der Intensität der 
Sonnenstrahlung. — 
Im übrigen ist in Schwerin der 
Jahresgang recht gleichmäßig, ohne 
_ 2 u . daß eine Ausgleichung erfolgt oder 
Mm „4 A $5 vu N 5? erforderlich wäre. Die meisten aus 
Abb. 10, Jahresgang der Himmelsbläue in Schwerin 4am Bereich der mittleren Ostseeküste 
(1937 und 3938, stammenden Beobachtungen [aus Lü- 
beck, Schwerin, Rostock und Warnemünde (letztere beiden noch nicht abge- 
schlossen!)] lassen einen eindeutigen Jahresgang mit einem sommerlichen 
Minimum und winterlichen Maximum mit einiger Sicherheit erkennen. 
Tabelle 24 Weiter sei hier noch einiges über 
Häufigkeit der Blaustufen > 8, den Jahresgang der Häufigkeit der Blau- 
Sa N —— stufen }8 gesagt. In der Tab. 24 befinden 
% aller a lumi sich die aus den Schweriner Beobachtungen 
Beobachtungen | Quartalsmitiel errechneten relativen Häufigkeiten, 
Es zeigt sich, daß die Blaustufen über 
acht im IL Quartal relativ selten vor- 
kommen, während ihre größte Häufigkeit 
im IV. Quartal zu erwarten ist. Eine 
ähnliche Verteilung ergibt sich auch bei 
B. Hrudiöka (3) für Orte über 1400 m 
Höhe; bei niedriger gelegenen Orten tritt 
die größte Häufigkeit im Sommer ein, 
Die monatlichen Schwankungen der 
Bläue [Unterschiede von einem Tag zum 
anderen] sind nach den Schweriner Beob- 
achtungen am größten im Sommer und Herbst in den Mittagsstunden und am 
kleinsten im Winter am Morgen. 
2. Tagesgang. 
Entsprechend dem Jahresgang müßte sich eigentlich auch eine tägliche 
Periode der Himmelsbläue beobachten lassen. Hier scheint aber die Sache 
wesentlich schwieriger zu liegen, was wohl hauptsächlich an der im Laufe des 
Tages stark veränderlichen Helligkeit der Skalenbeleuchtung liegt, worauf 
F. Linke hingewiesen hat (4); er meint, daß es wohl als sicher angenommen 
werden muß, daß der dunkelste Punkt des Himmels bei tiefem Sonnenstand
	        
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