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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 71 (1943)

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Werner  Vr  a  g  c  :  Das  Wattenmeer  zwischen  Trischen  und  Friedrichskong.

Bild  8>.  Flackstioniiiior  der  Marner  Plate  mit  Muschel  sch  wann  msaiul  auf  Mischwatt  (sandiges  Mischwatt).  Schalen  von
Mya.  C'arditim  und  Mvtilus.  Mvtilus  iibei  w  iogt.  Prickv  (Stuvkopp).

Brmuhingshank  und  Brandungspriel.
Wir  begeben  uns  mit  diesem  Sonderabschnitt  in  ein  Gebiet,  das  in  der  Literatur  häufiger  genannt  ist.
In  die  Wattengebiete,  die  weiter  vom  flutfreien  Strande  abliegen  und  womöglich  aus  tiefem  Schlickwatt
bestellen,  sind  auch  heutzutage  nur  w  enige  Forscher  cingedrungen.  W  ie  das  in  der  heutigen  Zeit,  die  doch
eine  so  ungeheure  Menge  von  Spezialwisstn  aufgestapelt  hat.  möglich  ist.  werden  wir  im  Schluß  noch  kurz
erfahren.  Die  Brandnngssandbänke  aber  waren  vor  allem  vor  den  Inseln  leicht  zu  untersuchen.  Man
brauchte  sich  oft  nur  wenige  Meter  vom  festen  Strande  zu  entfernen.  Trotz  dieser  etwas  reichhaltigeren
Literatur  herrschen  sowohl  über  die  Bildungsweise  w  ie  über  die  Ausgestaltung  die  verschiedensten  'Vorstellungen. ­
  Gerade  bei  manchen  Erklärungsversuchen  merkt  man  auch  recht  oft.  daß  die  V  erfasser  logisch
konstruieren,  anstatt  zu  beobachten.  Ls  muß  hier  einmal  mit  allem  Nachdruck  gesagt  werden,  daß  wir
z.  B.  über  die  Vorgänge,  die  sich  in  der  Brandungszone  abspielen,  trotz  aller  Arbeiten,  die  darüber  gemacht ­
  wurden,  recht  wenig  wissen.  Die  Schriften,  die  mir  darüber  zugänglich  waren  (siehe  Anhang),
bringen  meist  nur  die  groben  Erscheinungen.  Dazu  kommt  bei  manchen  Arbeiten  die  Ungenauigkeit  der
Bezeichnungen,  die  wieder  ein  Zusammenwerfen  von  morphologisch  und  genetisch  vielleicht  völlig  verschiedenen ­
  „Sandbänken“  oder  ..Riffen“  hervorruft.
Nantengebu  ng.
Die  Ungenauigkeit  der  Bezeichnungen  soll  kurz  durch  einige  Angaben  aus  der  Literatur  belegt
werden.  Häufig  werden  morphologisch  verschiedenwertige  Gebilde  mit  einem  Namen  belegt.  So  redet
Fhilippsen  nur  von  Sandbänken  und  meint  damit  anscheinend  sowohl  Brandtmgssandbänke  (er  redet  von
wellenförmigen  Sanderhebungen  im  Brandungsgebiet)  wie  Sandaufschüttungswatt  (denn  er  erwähnt,  daß
die  Sandbänke  das  dahinter  liegende  Watt  überragen)  und  Außensände.  Braun.  Krüger  und  Beyer
reclen  von  Riffen.  Lieber  die  Unbrauchbarkeit  dieses  Ausdrucks  habe  ich  schon  berichtet.  Unter  „Riff“
werden  auch  häufig  die  Außensände  verstanden.  Weule  spricht  von  Riffen  oder  Schaaren;  Keller  allgemein ­
  von  Sandbänken.  Auch  Poppen  hat  nur  allgemeine  Begriffe;  nach  ihm  sind  die  Brandungssandbänke
  wohl  in  seine  Gruppe  der  „Gestadebänke“  einznorclnen.  Ordemann  versteht  unter  Riffen  deutlich
            
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