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Full text: 71, 1943

Über die Periode freier Schwingungen in zwei durch einen engen Kanal usw, 413 
(5) (6). Relativ einfach gestaltet sich noch die Erzeugung einknotiger Seiches. In diesem 
Falle lassen sich schon durch einfaches Heben und Senken des Beckens, durch taktmäßiges 
Eintauchen und Herausziehen eines flachen Gegenstandes von entsprechender Größe usw. 
bei einiger Übung fast reine stehende Wellen erzeugen. Gute Resultate sind auch durch 
geschickte Verwendung von Pendeln mit entsprechender Eigenperiode erzielt worden (3) (2), 
die taktmäßige Impulse auf die in Schwingung zu versetzende Wassermasse ausüben. Bei 
den verhältnismäßig langen Perioden der Grundschwingung in unseren Versuchen (bis 
5seec) ist jedoch ein besonderer Pendelapparat nötig, um die gewünschten Perioden zu 
erzeugen. Während Honda usw. (2) ein Horizontalpendel benutzten, wurde für unsere 
Zwecke ein Pendel in der Art eines Metronoms konstruiert, mit dem beliebig lange Schwin- 
gungsdauern erzeugt werden konnten, und das sich im Gebrauch als bequemer und wirk- 
samer erwiesen hat als ein Horizontalpendel. 
Das Pendel ist in Abb. 2 schematisch dargestellt. Durch Verschieben der Gewichte m, 
und m konnte die Schwingungsdauer!) des Pendels solange verändert werden, bis sie 
angenähert gleich der Eigenperiode der Wassermasse des 
Beckens war. Das Gewicht m, blieb nach einer Grobeinstellung 
im allgemeinen in seiner Lage; zur weiteren „Abstimmung“ des 
Pendels brauchten dann nur die Gewichte m, verschoben zu 
werden. Im Resonanzfalle ließ sich die Wassermasse durch 
wenige Impulse, die durch eine Siebscheibe auf das Wasser 
übertragen wurden, leicht zu Schwingungen mit größeren 
Amplituden anregen. Wich dagegen die Periode der Pendel- 
schwingungen wesentlich von der Eigenperiode der Wasser- 
masse ab, dann ließen sich die Seiches nicht nur viel schwerer 
erregen, sondern klangen. nach dem Herausheben des Pendels 
auch bedeutend schneller ab. Bei gut abgestimmtem Pendel) 
waren die erzeugten Seiches fast frei von Öberschwingungen. 
Nur bei den stark gedämpften Schwingungen (bei großem ].} 
war die Erzeugung reiner sin-Schwingungen schwierig; hier 
kam es auf möglichst gute Resonanz zwischen Pendel- und Abb, 2. Pendel zur 
Beckenschwingungen an. Erregung von Schwingungen. 
Die Eigenperiode der in Schwingungen versetzten Wassermasse wurde mit einer 
'/ıo sec-Stoppuhr gemessen, und zwar wurden die Umkehrpunkte der horizontalen Bewe- 
gung der Wasserteilchen, sichtbar durch im Wasser befindliche Schwebeteilchen, beob- 
achtet. Die Schwebeteilchen zeigen auch geringe horizontale Verschiebungen der Wasser- 
masse deutlich an, selbst dann, wenn an den vertikalen Wasserbewegungen die Schwingung 
kaum noch zu erkennen ist. Deshalb konnte auch bei ganz geringen Amplituden beobachtet 
werden. 
b) Versuchsergebnisse. Die Versuche wurden so angestellt, daß bei konstanter 
Länge 1, des Hauptbeckens und bei konstant gehaltener Durchflußöffnung die Länge 1. des 
Abflußbeckens in dem Bereich 1, =5 bis 1; = 40 cm verändert wurde, Zunächst wurde als 
Durchflußöffnung ein 2 cm breiter und & em langer Durchflußkanal benutzt, für den vier 
Versuchsreihen, bei h = 3.9, 6.0. 8.2 und 10.8 em Tiefe, vorliegen. Die Ergebnisse der Ver- 
OLE a 
) Wenn wir die Masse der Pendelstangen als klein gegen die Masse der Gewichte vernach- 
sale dann läßt sich die Eigenperiode des Pendels leicht berechnen, Bezeichnen wir die Lage 
des Schwerpunktes unterhalb der Schneide s mit x, dann ist 
x(m, + 2m,) =mıl,—2m, 1 
x= Mlh—2mzl 
Mm; + 2 m, 
„1 1ı 
My z m, L » 
Das maximale Drehmoment ist D 
Danax = = 8 (m .—2m,),) 
und das Trägheitsmoment O=m 1? + 2m (12 412). 
Daraus folgt für die Schwingungsdauer 
TE +2m (3415), 
gm, 1, — 2m, 42)
	        
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