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Full text: 71, 1943

Meißner, O.: Schwach- und extremtemperierte Sommer und Winter in Dresden usw. 395 
sagen. Die Untersuchung hat also neben der Ermittlung der wärmsten und 
kältesten Sommer einen unabhängigen Wert, 
Während also die mittleren Temperaturen beider Sommerarten gleich sind, 
gilt das nicht für die einzelnen Monate selber. Hier ist vielmehr der Juni 
(letzte Zeile der Tab. 1) bei den extremtemperierten Sommer gegen das lang- 
jährige Mittel um 2°, gegen das der schwachtemperierten Sommern um 21/,° zu 
kühl. Mit dem Juli verhält es sich umgekehrt, nur daß die numerischen Beträge 
etwa halb so groß sind. 
Das kälteste Jahr der ganzen Dresdener Reihe findet sich aber doch hier, in 
der Reihe der extremtemperierten Sommer. Trotzdem war auch dieser Sommer 
zu kühl, was auf Rechnung des Juni kommt, wenn dieser auch nicht der absolut 
kälteste war. Das war vielmehr, wie schon bemerkt, der von 1923, der sich aber 
auch in der gleichen Reihe befindet. Es ist also ein gewisser Zusammenhang 
mit der Temperatur selber im einzelnen vorhanden; im Mittel aber ver- 
schwindet er. 
5. Korrelationsfaktoren, Betrachten wir nun an der Hand von Tab. 2 die 
Korrelationsfaktoren der Monate und ihrer Sommer, 
Tabelle 2. Korrelationsfaktoren zu Tabelle 1 [100 (k + #)]. 
_. Schwachtemperierte Sommer. 
Mittel, Str. | 
Juni....... 
Jüli.......] 
August... 
Sommer ... 
Jahr ».0000 
90418 
90418  — 
83416 | 87+14 
a7+ 7 90418 
' 83416 
87414 
982 & 
97 + 
9041: 
93+ 4 
90:+7 
83 +2 
8845 
QQ2 4 @ 
\ 8:21 — \| 
N. Extremtemperierte Sommer. 
Juni ‘ Jali | August ! Sommer Mittel, Str. 
Juni....... sm —16428| 13:+28 
Jüuli.......1-164+28 —  16+28 
August... } 13+28| 16428| — 
Sommer... 96+ 9° 9+28' 83415 
Tahr .....- 
9% 9 
9+28 
83415 
831 +60 
8417 
39 +37 
63 + 47 
49 + 96 
{9042 
(35126 
Wie als selbstverständlich zu erwarten, sind die Korrelationsfaktoren (Kff,) 
für die schwachtemperierten Sommer groß, Dagegen beträgt der Kf. zwischen 
diesen Sommern und dem zugehörigen Jahresmittel nur !/,, was eben besagt, daß 
schwachtemperierte Sommer sowohl in warmen wie in kalten Jahren vorkommen, 
Anders, aber ebenfalls erwartungsgemäß, sind die Kff. der extremtemperierten 
Sommer. Sie sind sämtlich klein und der vom Juni zum Juli sogar negativ, 
daß ersterer aber für die Mitteltemperatur dieser Art Sommer maßgebend ist, 
sieht man aus dem sehr hohen Kf. beider Größen. — Der für Jahresmittel und 
Sommer ist wieder von gleicher Höhe wie bei den schwachtemperierten Sommern, 
6. Winter. Unter „Winter“ eines Jahres ist der Dezember des vorausgehenden 
Kalenderjahres bis zum Februar, nach der üblichen Einteilung, gewählt, Bei der 
Jahrestemperatur ist aber die des Kalenderjahres genommen. Bei den Wintern 
mußten andere Grenzwerte genommen werden. Hier sind als schwachtemperierte 
Winter solche mit höchstens 2° Unterschied zwischen dem wärmsten und kältesten 
Monat angenommen; es ergaben sich 16 derartige Winter, Als extremtemperierte 
Winter sind solche mit wenigstens 7° Unterschied angenommen. Tatsächlich be- 
trug dieser Unterschied sogar immer mehr als 7.6°. 
Zufälligerweise betrug die Anzahl der extremtemperierten Winter auch 
gerade 16. 
Bei den schwachtemperierten Wintern war der Dezember nur zweimal 
— gzufälligerweise außer dem von 1847!) nur noch der letzte Winter! — der 
ij Also zum „Winter 1848“ gehörig.
	        
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