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Full text: 71, 1943

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1943. 
nicht bekannt ist und auch für die weitere Untersuchung nicht interessiert, 
setzen wir S==1, d.h. wir. wählen S als Strahlungseinheit. Ferner ist A aus 
(37) so zu bestimmen, daß sich für die Strahlung J nur positive Werte ergeben. 
Auf diese Weise erhalten wir für den jährlichen Gang folgende Werte: 
Tabelle 6. 
Monat | 1 | ar av | VI vE va va) IX | x | xE | xit |Mittel 
3 | o.064| 0.111 | 0.183 | 0,261 | 0,324 0,353 | 0.339 | 0.287 | 0,214 | 0.137 | 0.078 | 0.052 | 0.200 
Für die folgende Betrachtung der periodischen Schwankungen interessieren 
nur die Abweichungen 4J vom Mittelwert. Diese unterwerfen wir der harmo- 
nischen Analyse. Sie lassen sich darstellen durch 
*  4J =0.151 sin (x + 294,8°) 4- 0.002 sin (2x + 149.99. (44) 
Der jährliche Gang der Wellenstrahlung wird also, da die Amplitude der 
halbjährigen Welle gegenüber der der ganzjährigen fast verschwindet, praktisch 
durch eine ganzjährige Welle dargestellt, Wir untersuchen deshalb nur diese 
näher. Die Anfangsphasen beider ganzjähriger Wellen (für AD, ist @, = 300,8° 
und für 4J, ist &, = 294.3°) stimmen verhältnismäßig gut überein.“ Um dies 
näher zu untersuchen, vergleichen wir die ganzjährige Welle der Wellenstrahlung 
mit der der Deklinationsvariation, indem wir den Korrelationskoeffizienten 
zwischen den nach (20) und (44) berechneten monatlichen Einzelwerten der 
beiden ganzjährigen Wellen berechnen, Er ergibt sich zu r,ı= + 0.994, 
erreicht, also praktisch den Wert +1, d. h. es liegt ein positiver linearer 
[unktionaler Zusammenhang vor, womit praktisch Übereinstimmung in den 
Phasen erwiesen ist. 
Die zweite von der Sonne ausgehende und für die Entstehung erdmagnetischer 
Schwankungen verantwortliche Strahlung ist die solare Korpuskularstrahlung. 
Da die erdmagnetische Aktivität U uns ein Mittel an die Hand gibt, die Zeiten 
festzustellen, in denen die Erde sich unter der Wirkung solarer Korpuskular- 
wolken befindet, also die zeitlichen Schwankungen der erdmagnetichen Aktivität 
uns ermöglichen, die zeitlichen Schwankungen der korpuskularen Sonnenstrahlung, 
die die erdmagnetischen Störungen verursachen, näher zu studieren, vergleichen 
wir den jährlichen Gang der Deklination mit dem jährlichen Gang der Aktivität, 
um zu untersuchen, ob auch die Korpuskularstrahlung für die Entstehung der 
jährlichen Variation der Deklination verantwortlich ist. 
Wir analysieren also den jährlichen Gang der Aktivität im Mittel über die 
Jahre 1891 bis 1923%. Wir erhalten 
AU = 0.010 sin (x + 243.4°) + 0.087 sin (2 x 4 234.59) . (45) 
Der jährliche Gang der Aktivität ist also im wesentlichen eine Doppelwelle, 
Wir vergleichen nun die ganzjährige Welle der Deklination mit der ent- 
sprechenden der Aktivität und ebenso die halbjährige Welle der Deklination mit 
der der Aktivität, indem wir den Korrelationskoeffizienten zwischen den nach 
(20) und (45) berechneten monatlichen Einzelwerten der ganz- bzw. halbjährigen 
Wellen ermitteln. Als Korrelationskoeffizient für die beiden ganzjährigen Wellen 
erhalten wir r, = + 0.580 und für die beiden halbjährigen Wellen r, = — 0.996. 
Die Korrelation zwischen den beiden ganzjährigen Wellen ist weniger gut, 
die wir aus diesem Grunde und wegen der verhältnismäßig kleinen ganzjährigen 
Amplitude von AU gegenüber der halbjährigen von AU nicht weiter untersuchen. 
Der Korrelationskoeffizient für die beiden halbjährigen Wellen hat praktisch den 
Wert —1, d. h. es liegt ein negativer linearer funktionaler Zusammenhang vor. 
Wir stellen eine negative lineare Funktion zwischen AD, und AU, nach der 
Methode der kleinsten Quadrate auf, indem wir ansetzen 
4D, = — x, 4U, (46) 
x, ergibt sich durch die Ausgleichung zu x; = +0.571, und unsere lineare 
Funktion lautet demnach AD = 05711 AU,. 
a a. +. Bartels, Erdmagnetische Aktivität 1836—1923, Archiv des Erdmagnetismus. Heft 5, 
LU 
{47} 
Berlin
	        
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