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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1943.
dargestellt werden kann, Die harmonischen Koeffizienten A, und B_ stellen die
rechtwinkligen Koordinaten des Endpunktes des Schwingungsvektors dar, dessen
Länge die Amplitude C, und dessen Azimut die Anfangsphase &, ist. Man kann
also auf graphischem Wege in einfacher Weise von den rechtwinkligen Koordi-
naten A, und B_ zu den Polarkoordinaten C_ und a, gelangen. Wir stellen nun
jede Welle durch den Endpunkt eines solchen Vektors dar, so daß wir für alle
einjährigen und alle halbjährigen Wellen je eine Punktwolke erhalten (vgl.
Abb. 1 und 2! 8. 380).
Tabelle 1.
T la ._-
Jahr * A, B. Ay | BB Far ) A, | ®® | A |
1891 — 0.20
1892 — 0.33
1893 —0.16
1894 —0.13
1895 -— 0.14
18986 -—0.10
1897 —0.01
1898 —0.15
399 —0.10
300 — 0.08
301 +0,07
902 +0,08
1903 | — 0.09
1904 | — 0.06
1905 | — 0.19
1906 | — 0.24
1907 „—N197
+ 0.16
+ 0.05
+0.05
ı 40.10
‚40.06
| + 0.20
— 0.18
+0.11
— 0.04
+4 0.08
— 0.07
0.15
0.30
-- 0,08
4.0.22
— 004
3 Od
10m
+05
— 0.08
— 0.02
—0.02
004
+ 0.03
40.05
+ 0.01
— 0.02
—0.01
— 0.01
+0,05
— 0.16
— 0.02
—0.09
008
— 0.22 1908
—0.03 1909
—0.02 I 1910
—0.07 | 1911
+0,07 | 1912
40.16 | 1913
+0.12 | 1914
—0.07 | 1915
— 0.04 | 1916
+0.12 | 1917
0.09 | 1918
- 0.09 1919
-0.23;° 1920
-0.10 1921
0.01 1922
DE 199232
NOS
— 0.22
— 0.21
— 0.18
x£001
„01
Ton
0.01
+ 0.06
—0.12
— 0.26
— 0.32
— 0.26
— 0.20
— 0.06
+ 0.09
— 031
0,02
+0,27
— 0.04
+0.13
0.04
+0.23
+ 0.15
— 0.04
— 0.15
-4- 0.13
+0.00,
4 0.02
0.19
-0.15
+— 0.00,
“0.47
-C.U8
40.10
40.04
— 0.09
— 0.04
+0.09
7002
— 0.02
— 0.08
—+0.01
+0.18
+0,38
10.06
T 0.10
—0.17
+0,22
— 0.01
—0.02
—0.02
—+0.08
— 0.02
— 0.08
— 0.05
40.19
40.17
—0.27
— 0.06
+0,31
—0.02
40.15
a) Expektanz. Sind die gewonnenen harmonischen Amplituden C, zufälliger
Natur, so können wir sie als zufällige Fehler auffassen, die um ihren Mittelwert
Null (Koordinatenanfangspunkt) kreisförmig-symmetrisch streuen. Das ist aber
nur der Fall, wenn sich beide Komponenten, sowohl A_ als auch B_, wie zufällige
Fehler je mit dem gleichen mittleren Fehler x verhalten. Unter dieser Voraus-
setzung und der Voraussetzung der Unabhängigkeit der jährlichen Analysen-
intervalle gilt für das Verteilungsgesetz der Amplituden
oe 1,
WO = 2 a? 9).
Die Expektanz E der einzelnen Vektoren der Punktwolke ist gegeben durch
zZ
E= V SZ (7)
E auf Grund der beiden gleichen Streuungen u der Komponenten A, und B.
erhält man aus
E=Vat = u V2.
Für das Verteilungsgesetz der Entfernungen C, der Schwerpunkte aller Punkt-
wolken vom Koordinatenanfangspunkt mit der gleichen Streuung und der gleichen
Punktzahl N erhalten wir
NO
w(C)= Sa 0 EE
Für die Expektanz E, einer Schwerpunktsentfernung vom Koordinatenanfangs-
punkt ergibt sich
he
VaC
En = A
Fa ==
/?
(10)
(115
1 Stumpff, K., Ermittlung und Realität von Periodizitäten, Hdb. d. Geophysik, Bd. X, S. 61.