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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 71 (1943)

772 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1943. 
größer als in Berlin, woraus aber kaum bindende Schlüsse gezogen werden 
können, höchstens daß sich der bekannte „GroBstadteinfluß“ in Leipzig etwas 
weniger bemerkbar macht als in Berlin, obwohl leider auch Leipzig nicht davon 
so frei ist, wie es im Interesse vorliegender Einzeluntersuchung zu wünschen wäre. 
Tabelle 14. Temperaturunterschiede der wärmsten und kältesten Tage in Leipzig 1851 bis 1900. 
Jahrzehnt 
Temp.-U.! Str. | Ver. | V:S9 | 100k% !Datum-U.l Str. | 1008% 
1851—1860 
i861—1870 
1871— 1880 
1881—1890 
1291 — 1900 
85.52° 
38.25 
36.71 
36.87 
0 Q4 
+3.57° | +5.27° 1.46 53427 
+5.35 +7,58 1.42 8860 +25 
+5,50 +8,78 | 1.59 90:+14 
+4,61 +6.20 | 1.35 | 62-25 
+ AAdt A778 108 Qt 419 
147.4 
173.8 
166.3 
152.7 
171.9 
+240 -764+24 
2325 | 85x80 
532.1 | 20481 
+28,8 |- 38x29 
£368 — 8.99 
422 162.3 +28.8 ] -13+2$ 
16 + 5 | +11.9 + 36 +44 3 
31-47 39 6 
. — | 2721 +40 | +45 nn 
9.4° (1881 228 (1, Januar bis 17. Aug. 186; 
Biztronwrärte (ES (1508) 34 (1. Mürz _bis 28, ur 1860) 
1) Veränderlichkeit. — %) Verhältnis von Veränderlichkeit zur Streuung, — % Korrelation zu 
der entsprechenden Differenz in Berlin. — *) Zeitlicher Kf, — % Mittlerer Fohler. 
Die Korrelation zu den Temperaturen in Berlin ist ziemlich gut, die zu den 
Daten als nicht vorhanden anzusehen; doch sind die extremen Datumsdifferenzen bei 
beiden Stationen gleich groß, wenn sie auch nicht in die gleichen Jahrgänge fallen. 
Als letztes behandeln wir die 
$ 16. Differenz der Extremwerte” der Temperatur in Leipzig 1851 bis 1900, 
Diese finden sich in Tab. 15. Daß der zeitliche Kf. für die Temperaturen positiv 
ist, liegt lediglich an dem Werte für das 
erste Jahrzehnt und ist also, trotzdem 
er doppelt so groß ist als sein mittlerer 
Fehler, wohl nur als formales Ergebnis 
zu deuten, Dagegen spricht allerdings, 
daß auch die Streuung und die Ver- 
änderlichkeit in diesem Jahrzehnt 
kleiner als in den andern ist, so daß 
deren zeitliche Kff, von derselben Größe 
(und demselben Sinne) sind. Bemerkens- 
wert ist auch der paralle Gang der Kff. 
zwischen den käiltesten Tagen in Leip- 
zig und den absoluten Minimis dort 
und der für diese und die Berliner; der 
Kf. für die fünf Jahrzehnte hat den 
hohen Betrag von +0,87 -+ 0.22. 
Am stärksten haben die Extreme 
geschwankt im Jahre 1875, wo die 
Unterschiede über 60° erreichten. Die 
absoluten Extreme überhaupt sind für 
die 110jährige Leipziger Reihe aber 
36.3° am 23. Juli 1868 und — 28.6° im 
Januar 1850 (also gerade ein Jahr vor 
dem Beginn unserer Spezialunter- 
suchung). Im Jahre 1929 hatte der 
„arktische“ Februar „nur“ — 27,0° am 
11. als absolutes Minimum, 
Die Temperaturen in der 
Stadt Leipzig können also um 65° 
schwanken — und dabei ist für die absoluten Minima noch der „Großstadteinfluß“ 
zu berücksichtigen! In Berlin ist dieser Wert 62° (1830 bis 1907), also etwas 
geringer, offenbar, weil sich der Stadteinfluß hier noch stärker geltend macht. 
Mittel ..... 
Streuung .... 
100k (6%) .... 
m. F.5) ...... 
3684 ' +469 | 4651 | 138 ı 
60.95 | 0.73 | +1.65 | +0.19 '+ 
-= 9 | —20 
| +45 +44
	        
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