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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1943.
Die Eisperiode des Winters 1940/41. Bis Mitte Januar 1941 war eine Wirkung
des Eises auf die Gezeiten bei meistens unter Null liegenden Lufttemperaturen
und veränderlichen Wetterlagen nicht bemerkbar, obgleich auf der Unterelbe
schon von Anfang Januar ab starkes Treibeis auftrat, Erst von Mitte Januar ab
begann ein allmähliches Absinken des beobachteten Tidenhubs und wurde vom
18, 1. ab stärker, während auf der Unterelbe schon am 16. 1, Packeis beobachtet
wurde, Die beobachteten höheren Tidenhübe lagen vom 18. 1. bis zum 21. 1. —
zur Springzeit — zwar ziemlich hoch, jedoch waren die vorausberechneten Tiden-
hübe auch entsprechend angestiegen, so daß die Unterschiede zwischen beiden
etwa — 0,70 bis —1.20 m erreichten, Vom 24, 1. bis zum 26. 1. stiegen infolge
geringerer Eisbildung auf der Elbe die beobachteten Tidenhübe etwas an, um
dann bis zum 6. 2. langsam wieder abzusinken. Aber auch die vorausberech-
neten Tidenhübe sanken schon vom 25, 1. infolge der Nippzeit ab, so daß vom
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7. bis 11, 2, die Dämpfung durch das Eis ganz nachließ. Vom 14. 2. bis zum
22, 2. trat abermals eine stärkere Dämpfung der beobachteten Tidenhübe auf,
die zu Unterschieden zwischen beiden Kurven von etwa — 0.70 m führte. Erst
vom 22, 2. ab konnte ein Nachlassen des Eisgangs vermerkt werden. Bis zum
26. 2, fand dann eine allmähliche Angleichung beider Tidenhubkurven statt,
und vom 26, 2. ab war eine Wirkung des Eises auf die Gezeiten nicht mehr
zu erkennen. .
Die Dämpfung des Tidenhubs durch das Eis umfaßte zwei Zeiträume: vom
16. 1. bis zum 7. 2. = 18 Tage und vom 12. 2, bis zum 26, 2. = 15 Tage, zu-
sammen 33 Tage, Der Unterschied zwischen beobachtetem und berechnetem
Tidenhub hatte am 21, 1. den infolge von Windstau einige dm zu großen Wert
von 1.20 m erreicht, Die Tidenhubdämpfung durch das Eis dürfte am 19. 1, mit
0.82 m den Höchstwert dieses Winters erreicht haben. ;
Die Eisperiode des Winters 1941/42. Vom 14. 1. 1942 ab wurden auf der
Unterelbe Treibeisstreifen beobachtet. Eine geringe Eisdämpfung konnte schon
vom 14, 1. ab erkannt werden, sie ging aber am 17. 1. zurück, um am 18. 1,
erneut aufzutreten. Die Unterschiede zwischen beobachteten und vorausberech.