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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1943,
1. Senkrechte Nordsüdebene (Meridianebene)
i= 00
y=0
t— 4 =6h,
Formel für die Zenitdistanzen:
co8 z’ = co8 d cos (t, — 6.
Senkrechte Ostwestebene
F’ = +90?
h=0.
Far sa]
COS 2’ — COS #8iN $ — Sin COS ÖöcO81..
Beobachtungsergebnisse der Jahre 1939 bis 1942 am Erdmagnetischen
Observatorium Fürstenfeldbruck.
Von W, Oberbanuer.
Anläßlich des hundertjährigen Bestehens des bayerischen Erdmagnetischen
Observatoriums hat dessen Leiter, Dr. F. Burmeister, in der Arbeit „Die Erd-
magnetischen Observatorien München-Maisach- Fürstenfeldbruck in ihrer Ent-
wicklung von 1840 bis 1940“ (Heft 7 der Veröffentlichungen der Erdphysikalischen
Warte bei der Sternwarte) zusammenfassend das Werden der drei genannten
Institute, besonders aber die Einrichtung der neuen Station Fürstenfeldbruck
dargelegt. Im Anschluß daran sollen hier kurz einige bisher erzielte Ergebnisse
mitgeteilt werden.
I.
1. Skalenwerte und Temperaturkoeffizienten.
Zur Registrierung dienen im Variationshaus zwei Systeme, ein älteres System
„Edelmann“ und ein neues System „Schulze“, beide im weiteren Verlauf kurz als
E und S bezeichnet. Das erstere besteht aus einem Unifilar, einem Bifilar und
einer Lloydschen Waage, welche im Halbkreis um den Registrierkasten . aufge-
stellt sind und daher auch auf drei Walzen aufzeichnen. Im Gegensatz dazu
sind beim System S zwei Unifilare und die Waage schräg hintereinander auf
giner Betonbank angeordnet und registrieren zusammen auf einer Walze. Die
Skalenwerte der beiden Deklinatiosvariometer betragen
E S
1.273’ pro mm 0.433' pro mm
ab 1. Oktober 1941....... 1.284’ 0.451’
„20. November 1941..... — 0.430
Die Werte sind am 1. Oktober 1941 neu bestimmt, und bei S ist am 20. No-
vember 1941 ein neuer Faden eingezogen worden, Für die beiden H-Variometer
und die Waagen ergeben sich folgende Jahresmittelwerte (in y/mm), wobei be-
merkt werden muß, daß für das S-System ein Jahresmittel erst für das Jahr
1942 berechnet werden konnte, da dies infolge verschiedener Änderungen an den
Variometern vorher nicht möglich war.
Die Schwankungen um den Mittelwert be-
liefen sich auf +0,05 für H und +0,10
für Z in beiden Systemen,
Die E-Waage wurde vom Mai 1942 ab
unempfindlicher gemacht.
Die Aufzeichnung der Temperatur
geschieht in beiden Systemen durch ein
Bourdonrohr, welches im E-System un-
mittelbar neben dem H-Variometer angebracht ist, während es sich beim S-System
in der Waage befindet. Die Skalenwerte betragen:
E: 0.088 °C/mm, 8: — 0.0662 °C/mm,
ermittelt aus mehrmaligen Heizungen.