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Full text: 71, 1943

Schober, H.: Eine einfache Tag- und Nachtpeilscheibe für Fernrohrgebrauch, 325 
auf dunklem Grund anstatt dunkle auf hellem Grund wählen, so müßte die 
Leuchtdichte für gleiche Lesbarkeit entsprechend größer gemacht werden, da 
ja dann die leuchtende Fläche viel kleiner wäre als im ersten Falle, ' 
2. Die Doppelglashalterungen. 
Wie aus Abb. 1 und 4 ersichtlich, trägt die Peilscheibe einen Aufsatz, der 
gleichzeitig für Diopterpeilung und Fernrohrgebrauch geeignet ist, Der Aufsatz 
ist dabei so beschaffen, daß ohne Behinderung der Diopterpeilung die meisten 
gebräuchlichen Doppel- 
gläser eingehängt werden 
können. Die Halterung des 
Doppelglases ist durchaus 
fest und erfolgt am Steg 
des Glases, so daß die 
genaue Einhaltung der 
optischen Achse gewähr- 
leistet ist. Das Glas selber 
kann noch um die hori- 
zontale Achse geschwenkt 
werden, um die Kimmlage 
bei Schiffsbewegungen 
auszugleichen, 
Zur Peilung mit dem 
Doppelglas genügt es im 
allgemeinen, auf die Mitte 
des Glasgesichtsfeldes ein- 
zustellen. Da beispiels- 
weise das am häufigsten 
verwendete Doppelglas 
7X 50 ein objektives Ge- 
sichtsfeld von 7° besitzt 
und die Einstellung auf die Gesichtsfeldmitte auch von ungeübten Beobachtern mit 
etwa 5% Genauigkeit leicht durchgeführt wird, beträgt der Einstellfehler weniger 
als 35 Minuten, ist also in jeder Weise tragbar. Es ist natürlich ohne besondere 
Mühe möglich, im Glas einen Peilfaden (Strichplatte) anzubringen, jedoch 
empfiehlt sich dieser Weg für Nachtbeobachtung nicht, da dann die Strich. 
platte sehr leicht das Aufsuchen besonders schwacher Feuer erschwert. 
3. Zusammenfassung, 
Es wird eine einfache Tag- und Nachtpeilscheibe für Diopter- und Fern- 
rohrgebrauch beschrieben, Die Scheibe trägt eine Belegung mit radioaktiver 
Leuchtfarbe, wodurch alle übrigen Beleuchtungsanlagen fortfallen. Für die 
Fernrohrpeilung können normale Bordhandgläser verwendet werden. 
Die Berechnung der Sonnenhöhen für beliebig geneigte Ebenen. 
Von K, Schütte, Wien, z. Z. Deutsche Seewarte. 
Zusammenfassung. Die Berechnung der Sonnenhöhen für beliebig geneigte Ebenen spielt eine 
Rolle z. B. bei mikroklimatologischen Untersuchungen, bei Berechnungen der Sırahlungsverhältnisse 
geneigter Dächer usw. 
Die bisher für diese Zwecke abgeleiteten Formeln und Betrachtungen sind durchweg viel zu 
kompliziert, Es werden im folgenden auch für den allgemeinsten Fall gültige, ganz einfache Formeln 
abgeleitet, nach denen die Berechnung schnell ausgeführt werden kann, Dies wird dadurch ermöglicht, 
daß derjenige Punkt der Erdoberfläche gesucht wird, dessen Horizontalebene zu der gegebenen Ebene 
parallel verläuft, Die Sonnenhöhen für diesen Punkt geben dann zugleich die Höhen für die gegebene 
Ebene. 
1. Einleitung. 
Für die Berechnung der Sonnenhöhen und Strahlungsintensitäten für beliebig 
geneigte Ebenen finden sich bereits bei verschiedenen Autoren Betrachtungen 
Ann. d. Hydr. usw. 1943. Haft IX.
	        
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