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Full text: 71, 1943

Kohlschütter, A.: Die T-4-Tafel zur Auflösung sphärischer Dreiecke. 817 
wobei t mit der Indexbezeichnung aus der Verwendungsart der Tafel, z. B. Ent- 
nahme von £ mit gegebenen ö und d4, zu verstehen ist, Wird keine Doppelrech- 
nung ausgeführt, also p nicht automatisch gewonnen, So können die letzten beiden 
Gleichungen dazu dienen, p direkt aus der Haupttafel zu entnehmen. 
Die Tafel ist eine einfache Cosinus-Multiplikationstafel, in welche mit den 
Argumenten a, 90° — 4, und p nacheinander eingegangen wird, um die Ver- 
besserungen von h für g, t, d zu erhalten. Die Zeichenregel ist gleichmäßig und 
einfach: Für linkes Argument, also Argumentwerte von 0° bis 90°, hat die Ver- 
besserung von h ungleiches Zeichen mit der Differenz Ausgangswert minus 
Tafolwert von g bzw. t bzw. ö; für Argumentwerte von 90° bis 180° gilt gleiches 
Zeichen, 
Kleinere Mitteilungen. 
Bemerkenswerte Haloerscheinung in Potsdam. Am 14. März 1943 trat 
in Potsdam eine bemerkenswerte Haloerscheinung ein, wie ich sie in solcher 
Vollständigkeit noch nicht beobachtet habe, obgleich ich, wenn auch oft durch 
Krankheit gehindert, schon seit fast genau 50 Jahren auf diese Phänomene achte. 
Obwohl es kein Zirrostratus [Cs nach Süring?)] war, sondern deutlich strukturierte 
Zirren, und ich deshalb keine Haloerscheinungen erwartete, sah ich doch ge- 
wohnheitsmäßig öfter hin. Nach 155 M.E,Z. nun sah ich folgende Haloerschei- 
nungen, die in ihrer Intensität allerdings schwankten: 
1. den kleinen (22*/,°) Halos, nicht ganz vollständig, besonders unten nicht, 
aber doch sehr deutlich ausgeprägt, wenn auch die Farben verwaschen 
waren: nur Gelb und Violett waren deutlich erkennbar; 
den oberen Berührungsbogen, aber nur einen Sektor von einigen 20°, 
auch etwas verwaschene Farben; 
beide Nebensonnen, nicht ganz gleichzeitig, aber völlig deutlich, farblos, 
aber nicht ganz genau kreisförmig, vielmehr etwas elliptisch, mit der 
großen Achse von oben nach unten; 
den großen Halos, zwar nur den unteren Teil, aber diesen mit sehr 
deutlichen klaren Farben, Dies ist um so bemerkenswerter, als sonst 
der an sich ja schon viel seltenere große Halos meist nur undeutliche 
Farben zeigt; 
5. auch bei ihm den oberen Berührungsbogen in seinem unteren Teile. 
Diese Erscheinungen hielten etwa eine Stunde an. 
Mehrfach waren in diesem Winter in Potsdam, besonders nach Sonnenunter- 
gang, über 100° lange Polarbanden zu sehen, die bei Mondschein sogar Laien 
auffielen. 
Verschiedentlich waren auch in Zirrokumulusfeldern abends prachtvoll 
farbige Abendröten zu sehen, so besonders am 4. Dezember 1942, Zuerst war 
die Färbung tiefviolett, dann wurden etwas tiefere Wolkenschichten glänzend 
goldgelb, welche Färbung später mehr in Hochrot überging. Eine fast genau 
gleiche Färbung hatte auch die deutlich elliptische Sonnenscheibe, Der zwischen 
den Wolken befindliche Himmel sah infolge Kontrastwirkung deutlich grün aus, 
Otto Meißner, Potsdam. 
Neuere Veröffentlichungen. 
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben. 
R. Spitaler: Die Ursache tektonischer Erdbeben. lichungen über die Ursache tektonischer Erdbeben 
Abb, d. Deutschen Akademie d. Wiss, in Se hervorgetreten, in denen er auf die Verteilung der 
Math. naturwiss, K1. Heft 7. Prag 1942. 19 S, deformierenden Fliehkräfte aufmerksam macht, 
Im letzten Jahrzehnt ist der durch seine welche durch die Wanderungen Ger Rotationsachse 
Arbeiten über den Zusammenhang von Polwan- der Erde um die Hauptträgheitsachse, die Pol- 
derungen mit anderen geophysikalischen Erschei- höhenschwankungen, bedingt werden. Diese defor- 
nungen bekannte Verfasser mit einigen Veröffent- mierenden Kräfte und ihre horizontale wie vertikale 
ı) Süring, Die Wolken (Leipzig 1941), S. 24 und 182.
	        
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