W. Im ml er: Analytisch-geometrische Untersuchungen über die Azimutgleiehe in der Merkatorkarte. 27
Ferner wird unter Benutzung von (38) und (57a)
2 p ©ec y
A ip + A a = — ; ——-— (— cos a sin o -f- cos g sin o sin 2 h) + p <5 ec y sin a cotg h
sin 2 h
2 p ©ec у
(— cos о sin q + cos q sin о sin 2 h + sin a cos 2 h)
sin 2 h
Zerlegt man wieder a in (o + o) und cos 2 h = 1 — sin 2 h, so ergibt sich
2 (p ©ec y)
A xp -+- A a = —— — (cos o sin o — sin g cos a sin 2 h)
sin 2 h
und unter Verwendung von (32)
2 (p Sec y) cos q sec v sin (o — v)
A xp -j- A a
sin 2 h
(58)
Damit sind die Bestandteile von 1 in (56) bestimmt, so daß sich ergibt
p 2 @ec у . . , 2 (p ©ec y) . , . . m a ©ec у
1 _ — — cos p sec v cos (o — v) + m— £ —cos о sec v sin (o — v) + cos p sec v cos (a — v)
sin 2 h sin 2 h sin 2 h
Geht man durch Multiplikation mit Sec у wieder zur Seemeile als Einheit über, so wird unter Ab
spaltung gemeinsamer Faktoren
cos g sec v cos (a — v)
(lSecy) = [ — (p Sec y) 2 + 2 (m Sec y) (p Sec y) tg (a — v) -f- (m Sec y) 2 ] . . . (59a)
sin 2 h
13. Das Abstandsverfahren erster und zweiter Art.
Man hat bisher das Abstandsverfahren im engen Anschluß an die Höhenmethode der astronomi
schen Nautik durchgeführt. Bei dieser Höhenmethode benutzt man aber immer Schiffsorte, die meist
weit vom Bildpunkt der Gestirne entfernt sind, während die Azimutgleiche bisher noch in geringerer
Entfernung von der Funkbake verwendet wird. Bei der Berechnung von 1 im vorigen Abschnitt (56)
fiel nun auf, daß als Faktor von m einmal der Azimutunterschied A a zwischen dem Azimut im gegißten
Ort und dem beobachteten Azimut auftrat und andererseits die Änderung des Winkels xp. Das letztere
hat das Abstandsverfahren mit jeder anderen reinen Tangentenmethode gemein. Dreht man nun p aus
seiner Richtung noch um A a weiter, benutzt also statt der Beziehung g = ber Az — a die neue g =
beob Az — a, wobei beob Az — ber Az = A a ist, so erhält man einen anderen Leitpunkt I', der von I in der
Richtung der Standlinie um p sin A a, bei Beschränkung auf Glieder erster Ordnung um p A a verschoben
ist (Fig. 17), und die Standlinie erfährt gegen die durch I gehende eine Verdrehung um A a. Zählt
man nun m vom neuen Leitpunkt I', so erfahren die Transformationsgleichungen folgende leicht zu er
sehende Umänderung = (m _ p A a - v) cos A v + (1 - u) sin A y,
1' = (1 — u)cos Axp — (m — pzla — v)sin A rp
woraus unter Berücksichtigung der Größenordnung der Glieder folgt:
cos p sec v cos (a — v)
l = u + mAxp + m 3 Sec y (56b)
sin 2 h
Es fehlt also gegen (56a) nur das Glied m A a.
Wir wollen im folgenden dies Verfahren das Abstandsverfahren zweiter Art im Gegensatz zu
dem bisher behandelten Abstandsverfahren erster Art benennen.
Für die Berechnung des Abstandes 1 benutzt man die Gleichung (57b) und erinnert sich an die
Formeln (54c) und (33c) und erhält so 1
(1 Sec y) = cos g sec F cos ( e —p) / (p €ec y)* — 2 (m Sec y) (p Sec y) tg (g — /¿) + (m Sec y) 2 ) . . (59b)
sin 2 h x '
Geht man nun für das folgende allgemein zur Seemeile als Einheit über, so ersetze man einfach
(1 Sec y) durch 1 0 , (m Sec y) durch m 0 und (p Sec y) durch p 0 und erhält so