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Full text: 71, 1943

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1943. 
zu Darmstadt studierte er an den Universitäten Straßburg und Berlin Mathe- 
matik und Naturwissenschaften. Sein Hochschulstudium wurde mit der Ablegung 
des Staatsexamens, der Erwerbung des Oberlehrer-Zeugnisses sowie des philo- 
sophischen Doktorgrades mit dem Prädikat „summa cum laude“ und einer Disser- 
tation über „Graphische Tafeln für meteorologische und physikalische Zwecke“ 
im Jahre 1893 in Straßburg abgeschlossen. In den Jahren 1890 bis 1894 war er 
neben erfolgreicher Absolvierung des Probejahres im Schuldienst und seines 
Militärdienstes als Einjährig-Freiwilliger als Assistent von Professor Hergesell 
am Meteorologischen Landesdienst für Elsaß-Lothringen und anschließend als 
Assistent von Professor Kohlrausch am Physikalischen Institut der Universität 
Straßburg tätig. Zu Beginn des Jahres 1895 
trat er in den Dienst der Deutschen Seewarte 
in Hamburg zur Bearbeitung von erdmagne- 
tischen Fragen und überseeischen meteorolo- 
gischen Beobachtungen und ging im Herbst 
dieses Jahres nach einem Vertrag mit dem 
Auswärtigen Amt als Regierungs-Meteoro- 
loge nach Deutsch-Ostafrika. Dr. Maurer 
organisierte und verwaltete dort von 1895 
bis 1899 den meteorologischen Dienst und 
widmete sich, nach Deutschland zurück- 
gekehrt, der Bearbeitung seiner wissen- 
schaftlichen Ausbeute. Die Resultate legte 
er in zahlreichen Veröffentlichungen in den 
„Deutschen überseeischen meteorologischen 
Beobachtungen“, im „Archiv der Deutschen 
Seewarte“, in den „Mitteilungen von For- 
schungsreisenden und Gelehrten aus den 
deutschen Schutzgebieten“ und in der „Geo- 
graphischen Zeitschrift“ nieder. Der Wert 
dieser grundlegenden Untersuchungen über 
die meteorologischen und erdmagnetischen 
Verhältnisse Deutsch-Ostafrikas für die 
Wissenschaft wurde seinerzeit durch Ge- 
heimrat Hann in der „Meteorologischen 
Zeitschrift“ und durch Professor Schering 
im „Geographischen Jahrbuch“ gewürdigt. Zugleich wurde Dr. Maurer nach 
der Bekanntgabe seiner Forschungsergebnisse der Königlich Preußische Kronen- 
orden IV. Klasse verliehen. Bis zur Ernennung zum Physiker im Reichs- 
Marine-Amt im Jahre 1904 war er wiederum bei der Deutschen Seewarte mehr- 
mals als persönlicher Assistent des damaligen Direktors Professor Dr. Neu- 
meyer tätig. 
Nunmehr begann der Abschnitt seines Lebens, der ihn fortan mit der von 
ihm geliebten Kriegsmarine verbinden sollte. In den folgenden drei Jahrzehnten 
konnte Maurer in freier, selbständiger Tätigkeit bedeutende wissenschaftliche 
Leistungen vollbringen. In Anerkennung der von ihm während der nächsten 
Jahre im Reichs-Marine-Amt auch auf dem Gebiet des Lehrfachs geübten erfolg- 
reichen Tätigkeit wurde ihm bald das Prädikat „Professor“ verliehen. Die Er- 
nennung zum Admiralitätsrat, später zum Oberregierungsrat und schließlich im 
Jahre 1925 zum Ministerialrat bildeten die äußeren Marksteine seines weiteren 
Lebensweges. Nach nur kurzem Ruhestand ist Ministerialrat Maurer seit Beginn 
des Krieges wieder bei der Amtsgruppe Nautik des Oberkommandos der Kriegs- 
marine unermüdlich tätig. Seine erfolgreiche Arbeit wurde durch die Verleihung 
des Kriegsverdienstkreuzes 2, Klasse mit Schwertern anerkannt. 
Die wissenschaftliche Arbeitsweise Maurers ist durch eine selten anzu- 
treffende Vielseitigkeit und Gründlichkeit ausgezeichnet. Es gibt kaum nautische 
Geräte und auch nur wenige Navigationsmethoden, deren Entwicklung nicht maß- 
geblich von Maurer bestimmt worden wären. Alle Veröffentlichungen, die seinen
	        
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