#1.
Annalen der Hydrographie und Maritimera Meteorologie, Juli 1943.
Die linke Seite dient zur Bestimmung von PP. aus g.. und b nach Gleichung (h),
die rechte Seite zur Bestimmung von u aus Gleichung (e,). Man sucht links auf
der Horizontalen b auf, geht hoch, bis man @p,_ trifft, geht von diesem Punkt
horizontal nach rechts, bis man auf den Längenunterschied | stößt und von da
wieder herunter, um auf der Horizontalen u abzulesen. Bei der vorliegenden
Anordnung kann auf die Kenntnisnahme von „verzichtet werden,
Ebenso verfährt man in der unteren Hälfte. Man sucht links auf der Horizon-
talen gp„, auf, geht hoch, bis man b trifft, geht von diesem Punkte horizontal
nach rechts, bis man den gewünschten Längenunterschied ] erreicht und geht
von da herunter bis zur Horizontalen, auf der am — ß, abgelesen werden kann.
Auch bei dieser Anordnung braucht der Wert von B nicht abgelesen zu werden.
Auf die beiden linken Teile der Tafeln kann verzichtet werden, wenn ©, und B
der Karte entnommen war,
Dem gleichen Zwecke dienen die auf Tafel 21 zusammgestellten Tab. 3 und 4
der Zahlenwerte, Jede hat einen Kopf, aus dem mit „und b g„ und B entnommen
werden kann. Der untere Teil der Tabellen enthält dann die Werte von u und
(Cm — Bı). Im übrigen ist Aufbau von Nomogramm und Tabelle einander ent-
sprechend. ‘Auch von den Tabellen wird jeweilig nur der untere Teil benötigt,
wenn g, und B der Karte entnommen sind. Die Tabelle zur Berechnung von u
aus tg u = tg SZ sin PP, kann übrigens auch zur Bestimmung des Winkels ı zwischen
Großkreis und Azimutgleiche benutzt werden, der der Formel
tgy== tg leing
folgt. Man hat dabei in der Tabelle in die Breitenspalte nicht mit F., sondern
mit der Ortsbreite, und in die Längenzeilen mit der doppelten Länge einzugehen.
Diese Tabelle ist im übrigen, abgesehen von der Bezeichnung der Eingangswerte,
dieselbe wie im Nautischen Funkdienst*).
In höchsten Breiten wird man statt der Merkatorkarte die winkeltreue
stereographische Projektion benutzen. Die Großkreisbeschickung bekommt da-
durch eine abgeänderte Bedeutung, weil es sich bei der Abb. 4 dann nicht mehr
um die Loxodrome AB, sondern um die „Kartengerade“ AB handeln wird.
Es besteht dann die Grundgleichung
Pt Be = 180° — 1,
und unter Benutzung von 20m = 180° — 4 + a,
2u = 180° — 4 -— &
dı => Gm — u,
Az = 180° Ud— A
Y, = fr — SU (a — A),
= fa = U + (a A
wobei wieder die Grundgleichungen benutzt werden können:
1 b. ı.
tgu = tg 600-580 = LE ing,
1 b 1 B
Unter Benutzung des Abbildungsgesetzes der polaren stereographischen Projektion
. Pı
1—tig—
PA sg (0 A) —
1+ tg Zi
2
Pı
Ban ts) =
Ltg 7%
Dat
‘) Druckfehler: Ausgabe 1940 8, 49 bei 42 == 45°, g = 24° 22.1° statt 21.1° und bei 4A == 30°,
169 9.0° statt 999