254 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April/Juni 1943,
Wattenberg (1938) vermutet, weiter nach Nordosten zur Dänemark-Straße
hinzieht und daß möglicherweise von Zeit zu Zeit doch merkliche Einschübe
arktischen Wassers über den Island -—Grönland-Rücken zur Bildung des sub-
arktischen Bodenwassers beitragen.
Von diesen beiden Hauptzentren breitet sich das subarktische Bodenwasser
unter dem Einfluß des Bodenreliefs und der ablenkenden Kraft der Erdrotation
in südlichere Gebiete aus. Die Hauptausbreitung geht vom nördlichen Labrador-
0 km 500 7000 7500 2000
G6r GGPGGrME Ca GGr 66r 66Cr Gör 66 60 66r
1967 1962 7953 186 7968 1086 7999 2073 2879 31“ B268
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Abb. 3. Längsschnitt der potentiellen Bodentemperatur in der Achse
des subarktischen Bodenstroms.
{Der eigentliche subarktische Bodenstrom ist durch das Raster gekennzeichnet.)
E0O°N
becken aus und erfolgt ganz im Westen unseres Gebietes am Fuße des Kontinental-
abfalles vor den Küsten Labradors. Eine schmale Zunge relativ kalten Wassers
von weniger als 1,6°% die in ihrer Form den stromartigen Charakter der Aus-
breitung und in ihrer Lage den Einfluß der ablenkenden Kraft der Erdrotation
deutlich erkennen läßt, ist in südsüdöstlicher Richtung bis etwa 51° N längs der
3000 m-Linie am Westrande des Labradorbeckens zu verfolgen. Hier biegt die
Zunge nach Osten ab, um in etwa 51° 30’ N und 41° 30’ W zu enden. Die potentielle
Bodentemperatur des Kabeldampfers „Cambria“ bezeichnet mit 1.5° etwa das
Ende dieser Ausbreitung und fügt sich, wie der Verfasser bereits 1936 vermutete,
gut in die neueren Reihenmessungen ein, Diese Abbiegung und zugleich weit-
gehende Abriegelung des subarktischen Bodenstroms kann nur durch das Boden-
relief bedingt sein, d. h. durch die unterseeischen Aufragungen der morpho-
logisch nicht stark hervortretenden „Labradorschwelle“. Nur in den zentralen