Wüst, G.: Der subarktische Bodenstrom in der westatlantischen Mulde. 251
in den zentralen Teilen des nördlichen Labradorbeckens gelegen ist (Abb. 2).
Wattenberg (1938) ermittelt schließlich die „möglichen Herkunftsstätten des
sauerstoffreichen Tiefenwassers“ aus der winterlichen Verteilung des Sauerstoffs
und der Dichte an der Oberfläche im Gebiete der nördlichen Polarfront, wobei
er diese Gebiete durch Linien gleicher Dichte für v0, = 27.75 und 28.00 und durch
Linien gleichen Sauerstoffgehalts für 6.5 ccm, 7.0 ccm und 7.5 cem/l eingrenzt.
Sie überdecken den „schon von Nansen als Bildungsgebiet angesprochenen
Bildungsraum südlich und südöstlich von Grönland, ferner die Grenzzone zwischen
Ostgrönlandstrom und Irmingerstrom sowie wahrscheinlich gewisse Gebiete der
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Sfr
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Bildungsstätten
des Bodenwassers
nach Nansen 1912
nach Smith- Soule-Mosby 1937
nach Wattenberg 1938
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Abb. 2. Bildungsstätten des subarktischen Bodenwassers.
südlichen Davisstraße“, die zwar nur z, T. in das von Smith-Soule-Mosby
vermutete Areal hineinreichen (Abb. 2). Aus fünf Sauerstoffschnitten von „Meteor“
und „Godthaab“, die radial von der Südspitze Grönlands ausstrahlen, kommt
Wattenberg zu dem Schluß, „daß nach Nordosten und Nordwesten hin!) die
Intensität der Bildung des Tiefenwassers abnimmt“, daß also die Hauptbildungs-
stätte vor der Südsvpitze Grönlands gelegen ist.
2, Das Quellenmaterial der neuen Bodentemperaturkarte.
Die bisherigen Versuche, die Ausbreitung des subarktischen Bodenwassers
auf einer Karte der Bodentemperatur zu verfolgen, konnten nicht befriedigen,
da sie sich nur auf ein sehr spärliches Material (bei Nansen 1912 nur 14 Boden-
temperaturen) stützen konnten. In seiner letzten Bearbeitung, die sich zwar nur
auf den eigentlichen Tiefseeboden (von mehr als 4000 m Tiefe) beschränkte und
bei der innerhalb des Ausschnitts unserer neuen Karte (Tafel) 31 ältere Boden-
temperaturen von Kabeldampfern herangezogen wurden, kam der Verfasser
(1933, S. 37) zu der Auffassung, daß „ganz am Westrande des Neufundland-
beckens ein schwacher, schmaler Ausläufer arktischen Bodenwassers mit <“ 2.0°
nach Süden bis etwa 40° N vorzudringen scheint“. Nach den Beobachtungen des
Kabeldampfers „Cambria“ und des Forschungsschiffes „Godthaab“, insgesamt nur
drei Werten, von denen zwei aus einem höheren Niveau (etwa 3500 m) stammen,
\ d.h. zur Davisstraße und zur Irmingersee.