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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 71 (1943)

Werner, K.: Sonnenkompaß nach Höhen-Azimut-Methode, 
x 
4 
) a 
(43) wird unendlich groß an den beiden Polen und für t=0°, d. h. 
h, 9 = const 
um Oh und 12h WOZ. 
Ein einfachstes Versuchsgerät der beschriebenen Art wurde auf F/S „Gauß“ 
untersucht, Bereits %, Stunde nach Kulmination der Sonne ergab sich wieder 
eine Genauigkeit in a von + 1°. 
Der Kreis kann mit einer Zeiteinteilung versehen werden. Das Gerät liefert 
damit als weitere Größe die wahre Ortszeit, Während der Kulminationszeit 
läßt sich bei bekannter Ortszeit die Nord-Südrichtung bestimmen, indem man 
den Schatten auf die entsprechende Zeitmarke einstellt. Das Gerät arbeitet in 
dieser Zeit wie ein Sonnenkompaß, der die Beziehung zwischen %, t, h und a 
benutzt. Die Genauigkeit dieses Kompasses ist im wesentlichen gegeben durch 
4) 
(= BR, & = const. 
(42) = (44) (42) 
dt h, € = 6önst dö h, 7 = conet dt h, @ = const 
da 
(a3), 9 const ist bereits bekannt nach (2). 
d6ö . 
(42) ergibt sich durch Differentiation von 
h, q_ = const 
sin h = sing sin $ + cos cos d cos t 
i h, # = const: . 
bei bh, # n 0=singpcosödö-— cos gp cost sin dd ö 
—ceosgsintcos ödt 
dö ) a cos @ sin t cos ö I 
(G hg = Sin © COS Ö — cO8 @ cos t sin $ 
(4b) und (2) ergibt in (3) eingesetzt: 
(6* = A — 
a sing — cos p cost tg ö 
Die Genauigkeit dieser Methode ist also im Durchschnitt auf niedrigen Breiten 
geringer als die der Höhen-Azimut-Methode. 
Abschließend möchte ich Herrn A. Schlüter von der Deutschen Seewarte 
für seine wertvolle Mitarbeit, insbesondere an der mathematischen Formulierung 
meinen besonderen Dank aussprechen. 
[4 
subarktische Bodenstrom in der westatlantischen Mulde. 
Von Georg Wüst, Berlin. 
(Hierzu Tafel 16 und Tabellentafel 17.) 
1. Zur Frage der Entstehung des subarktischen Bodenwassers. 
Eigentliches arktisches Bodenwasser, das durch negative Temperaturen 
(potentiell zwischen —0.2° und —1.5°) gekennzeichnet ist, wird lediglich in den 
durch hochaufragende Schwellen vom offenen Atlantischen Ozean abgeriegelten 
Nebenmeeren, d. h. im Europäischen Nordmeer, im Baffinmeer und im Nordpolar- 
meer gebildet!), Nur relativ geringe Quanten dieser Wasserart (mit Temperaturen 
um 0°) treten über den Grönland—Island—Färöer—Schottland-Rücken (Sattel- 
tiefe etwa 550 m) und die Davisschwelle (Satteltiefe etwa 675 m) gelegentlich 
in den offenen Ozean über, wo sie aber meist schon vor Erreichen der Boden- 
wasserschichten der Vermischung mit wärmerem Tiefenwasser unterliegen und 
nicht mehr erkennbar sind, 
Die Hauptmasse des nordatlantischen Bodenwassers entsteht südlich dieser 
Schwellensysteme, also außerhalb der Arktis, Wir bezeichnen diese Wasserart, 
1 Über die Bildung des arktischen Bodenwassers siehe die kürzlich erschienene Arbeit des Ver- 
fassers: „Die morphologischen und ozeanographischen Verhältnisse des Nordpolarbeckens‘“, (Veröff, 
d. Deutschen Wissenschaftlichen Instituts zu Kopenhagen, Reihe I: Arktis,‘ Nr. 6. Berlin 1942.) 
Ann, d. Hydr. usw. 1948, Heit IV/VL 16 
Der
	        
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