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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 71 (1943)

Süßenberger, E.: Die Bedeutung des Ozons und der Kohlensäure in der Atmosphäre usw. 2925 
von 270° in die Halbkugel vollständig zu absorbieren. Fig. 5 erläutert dies, 
Die dafür benutzten Absorptionskoeffizienten für Wasserdampf sind nach 
Messungen von Hettner und F. E. Fowle von F. Albrecht berechnet und dem 
Meteorologischen Taschenbuch, Ausgabe IV (Tab. 125a), entnommen. 
Man findet in der Literatur vielfach die Auffassung vertreten, daß neben 
dem Wasserdampf auch die Kohlensäure eine besonders große Rolle hinsichtlich 
ihres Absorptionsvermögens im langwelligen Teil des Spektrums zukommt, 
Arrhenius hat sogar die großen Klimaschwankungen der Erde in vorgeschicht- 
licher Zeit mit Variationen des Kohlensäuregehaltes der Luft zu erklären ver- 
sucht. Eine Betrachtung 
der Absorptionswirkung 
der Kohlensäurebanden 
zeigt aber, daß auch ihre 
Bedeutung für die Aus- 
strahlung der Erdober- 
fläche bei weitem über- 
schätzt wird. Wie für den 
Ozon, so liegen auch für 
die Kohlensäure neuere Un- 
tersuchungen über ihr Ab- 
sorptionsspektrum vor (4), 
deren Ergebnisse im Met, 
Taschenbuch wiedergege- 
ben sind (Ausgabe IV, 
Tab. 125b). Überträgt 
man die Laboratoriums- 
werte, die unter sehr ver- 
schiedenen Meßbedingun- 
gen bezüglich des dabei 
herrschenden CO,-Druckes 
und der Länge der Meß- 
röhre gewonnen wurden, 
auf atmosphärische Ver- 
hältnisse, so ergibt sich 
eine spektrale Durch- 
lässigkeit der Kohlen- 
säure, wie in Fig, 6 dar- 
gestellt ist. Dabei wird als 
mittlere Schichtdicke der atmo- 
sphärischen Kohlensäure bei 
1000 mb und 0° eine Mächtig- 
keit von 150 cm angenommen, 
entsprechend dem mittleren 
Partialdruck der Kohlensäure 
von 0.3 mb. Tab. 2 enthält die 
Werte für das Absorptions- 
vermögen der Kohlensäure 
unter atmosphärischen Be- 
dingungen. 
Überträgt man das Ab- 
sorptionsvermögen der atmo- 
sphärischen Kohlensäure auf 
die ungestörte schwarze Strah- 
jung in die Halbkugel bei 270°, so ergeben sich die in Fig. 7 dargestellten Wir- 
kungen. Drei Banden treten hervor, jedoch beträgt ihre Absorption zusammen 
nur 1.5% der Gesamtausstrahlung. 
ı) Stärkste Absorptionsbanden.
	        
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