Schulz, B.: Die hydrograph. Ergebnisse d. Ostseefahrt d. Verm.-Schiffes „Panther“ usw. 9205
Tabelle 4. Beobachtungswerte der Gesamtkohlensäure und freiem Kohlensäure sowie des Verhältnisses
von deren Anomalien zur Anomalie des Sauerstoffs.
Tiefe
Tem-
Pe-
ratur |
Salz-
gehalt
Gesamtkohlensäure ccm/L
{X CO}
Sauer-
stoff.
defizit
AZ CO, —
| 40; | Beob- | An | 4CO,
| er | malie | 76,
Freie Kohlensäure
vem/L
Aufdv N 06 | Anoma-
Sie | redu- | mal- / lie
ziert wert | AZCO,.
m '" 96
0/
40.
Station
|
04
*
De 900 NRFALT
83.40 3.61 4,4 0.80
33.92 5,08 5.68 0.89
34.44 6.66 6.86 0.97
34.72 6.95 7.65 0.91
Station 7. 22.9 1924 57° 38,8' N-Br., 19° 584’ O-Lg
38.02 ' 3841 33.60 4.81 5.52 0.87
38.38 | 38.80 | 3380 | 5.00 | 595 084
40.71 | 41.13 | 3498 | 615 | 683 | 090
Station 8. 23, 9. 1924 57° 33.6’ N-Br., 17° 41.3 O-Lr
33,95 | 34.19 | 32.30 | 1.89 2.39 0.79 1.66 | 1.20 | 0.50
37.63 | 38.00 | 33,38 | 4.62 5.73 0.81 3.34 | 2.91 0.51
Station 9. 23. 9. 1924 57° 40.9’ N-Br., 17° 24.2’ O-Lg .
ADS | 40,62 | Sa | 633 6.94 0.91 3.64 | 3.21 | 0.46
40.23 | 40.65 ' 34.31 6.34 6.99 0.91 388 | 3.45 | 0.49
1924 57° 8.3‘ N-Br., 17° 39.8 O-Lx
32.25 | 3.23 ] 3.89 | 0.80
32,51 | 5.03 6.24 0.81
33.69 |) A441 671 0.81
33,80 | 5.29 6.80 0.79
Station 11. 24.9. 1924 55° 26.3’ N-Br., 15° 35.4’ O-Lg.
91 43 14.99 | 43.30 | 43.78 | 37.42 6.36 7.4 08 4) 3.61 0.49
1 +36 | 195061 4 Sr ]_740 | 086 | 4.02 | 3,81 | 0.49 |
Die im September 1924 mit Vermessungsschiff „Panther“ ausgeführten Ar-
beiten konnten in den folgenden Jahren, und zwar zunächst im April 1925 mit
dem Reichsforschungsdampfer „Poseidon“ fortgesetzt werden, so daß dıe „Panther“.
Beobachtungen zur Feststellung der ab 1922 eingetretenen Veränderungen be-
sonders wertvoll sind.
SO | 3.12 9.43
100 [ 3.35 | 10.14
110 | 4.19 | 10,88
119 | 4.12 | 11.26
Über die Streuung der Meßergebnisse von Radiosonden.
Von R. Schulze, Marineobservatorium.
Die Radiosondenaufstiege für meteorologische Zwecke dienen der Erfassung
des Zustandes der Atmosphäre hinsichtlich Druck, Temperatur und Feuchte bis
zu großen Höhen, Die Sicherheit der Schlußfolgerungen aus den derart ge-
wonnenen Ergebnissen auf die Veränderungen des atmosphärischen Zustandes
und damit z, B. auf das zukünftige Wettergeschehen hängt von der Größe der
Fehlerbreite der gemessenen Werte ab: Je kleiner diese ist, desto geringere
Anderungen in den Meßergebnissen können für die Auswertung heraugezogen
werden; je größer die Fehlerbreite ist, um so mehr verlieren die Schlußfolge-
rungen an Sicherheit,
Ein Maß für diese Fohlerbreite stellt die „Streuung“ dar, die als durch-
schnittliche Abweichung der Einzelmessung vom wahren Zustand definiert ist.
Neben der Kenntnis dieser Streuung der Radiosondenmessungen besitzt deren
„absolute“ Genauigkeit nur untergeordnete Bedeutung, da sie in der Praxis der
Meteorologie in erster Linie nur für die Bewertung der Aufstiegsergebnisse, die
auf Grund der Angaben verschiedener Radiosondentypen gewonnen werden,
benötigt wird.
Die Untersuchung der Streuung der Meßwerte der Radiosonde war das
Ziel der vorliegenden Arbeit. Für die Bestimmung der absoluten Genauigkeit
wurde eine Eichsonde entwickelt, über die gesondert im Anschluß berichtet wird.