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Full text: 71, 1943

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Annalen d.__ „rydrographie und Maritimen Meteorologie, April/Juni 1943, 
Auch das intermediäre Stabilitätsmaximum in rund 200 m Tiefe hat seine 
Ursache in einer Störung der vertikalen Salzgehaltsschichtung. Bei Station P.M. 290 
finden wir in 200 m bis 225 m Tiefe, bei Station P.M. 92 in 150 m bis 175 m Tiefe 
eine geringe Zunahme des’ vertikalen Salzgehaltsgradienten. Derartige kleine 
Störungen können in den Vertikalkurven leicht übersehen werden, namentlich 
dann, wenn der Maßstab der Darstellung ungünstig gewählt ist. Die sehr 
Bartsch empfindliche Methode der 
689 69 Stabilitätsberechnung 
macht aber deutlich auf 
solcheStörungen aufmerk- 
sam. Daß es sich in un- 
serem Falle nicht um Zu- 
fälligkeiten oder um rein 
lokale Störungen handelt, 
scheint dadurch erwiesen 
zu sein, daß das interme- 
diäre Stabilitätsmaximum 
in Tiefen um 200 m eine 
sehr regelmäßige Erschei- 
nung im ganzen Schwar- 
zen Meer ist. 
Die Störungszone in der 
Abnahme der Stabilität 
durchzieht in rund 200 m 
Tiefe fast ohne Unter- 
brechung den ganzen 
Wasserkörper des Schwar- 
zen Meeres, In Abb. 2 ist ein‘ Vertikalschnitt der Stabilität von Kap Sarytsch 
(Südspitze der Krim) in südöstlicher Richtung nach Ieros dargestellt (November). 
Die Schicht des intermediären Stabilitätsmaximums ist auffallend gekennzeichnet. 
Oberhalb dieser Maximumschicht ist 10°E < 250 bzw. < 500, unterhalb immer 
< 250. In etwa 50 m Tiefe findet man die „Sperrschicht“ ebenfalls sehr deutlich 
als durchgehende Schicht höherer Stabilitätswerte (z. T. 10*E > 4000) gekenn- 
zeichnet. . In der Wasserschicht von 0 m bis 25 m stellen sich nicht selten negative 
E-Werte (Labilität) ein. 
In den Vertikalschnitt der Abb. 2 ist die Tiefenlage der Schicht mit einem 
H,S-Gehalt von 0.5 cm*/1 und die Tiefenlage der dynamischen Bezugsfläche (senk- 
rechte Pfeile) eingetragen. Die Tiefenlage beider Grenzschichten fällt weitgehend 
mit der Schicht des Stabilitätsmaximums zusammen. 
Ein zweiter Schnitt von Sarytsch in südwestlicher Richtung nach Kefken 
führt mitten durch den westlichen Kreisstrom des Schwarzen Meeres, Die Tiefen- 
lage des intermediären Stabilitätsmaximums, die Obergrenze des Schwefelwasser- 
stoffgebietes (0.5 cm*/l HS) und die Tiefenlage der Schicht konstanter dynamischer 
Tiefendifferenz (dynamische Bezugsfläche) sind für diesen Schnitt in Abb. 3 im 
Profil dargestellt. Die Übereinstimmung in der Tiefenlage der drei Grenzschichten 
ist auch hier auffallend, selbst Einzelheiten in der Krümmung der Obergrenze 
der H,S-Schicht finden sich in der Tiefenlage des Stabilitätsmaximums angedeutet, 
Bei Station P, M. 255 treten zwei Maxima auf, eins in 100 m und ein zweites in 
175 m Tiefe. Bemerkenswert ist, daß in der Nähe dieser Station (zwischen 
Station 255 und 254) auch zwei Schichten konstanter dynamischer Tiefendifferenz 
beobachtet werden. Die Aufwölbung sämtlicher Grenzflächen im Wirbelzentrum 
ist in diesem Schnitt deutlich zu erkennen. N 
Die angeführten Beispiele zeigen, daß im Übergangsbereich zwischen den 
beiden Hauptwasserkörpern auch in der Stabilitätsschichtung Störungen auf- 
treten, die sicher im Zusammenhang mit der erwähnten Zweiteilung im Aufbau 
des Schwarzen Meeres stehen. Die Frage, ob die Stabilitätsverteilung eine 
schärfere Abgrenzung der Wasserkörper ermöglicht, als es auf Grund der Tempe- 
ratur, des Salzgehaltes oder anderer Leiteigenschaften geschehen kann. soll 
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