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Full text: 71, 1943

1292 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April/Juni 1943, 
Ein einfacher Beweis des Clairautschen Theorems. 
Von A. Defant und H. Ertel, Berlin, 
Wir geben nachstehend eine einfache Ableitung des Clairautschen Theorems 
ohne Benutzung von Kugelfunktionen, 
J. Schwerepotential des Erdellipseids, 
Es bedeute r den Abstand eines außerhalb der Erde gelegenen Aufpunktes 
vom Erdmittelpunkt, r’ den Abstand eines Massenelements dm der Erde vom 
Erdmittelpunkt und y den Winkel zwischen r und r', so daß nach dem Kosinussatz 
der ebenen Trigonometrie die Entfernung R des Massenelements vom Aufpunkt 
R= VEIT 1 —2 (4) cosy + (2) 
r X 
und das Schwerepotential im Aufpunkt 
Bf 1. wirtcoste 
vr: dm . 
VON {x 3 
Vı-s (5) + (7) 
beträgt; — A? r? cos? go ist das Potential der Zentrifugalkraft, f=— Gravitations- 
konstante, w = Winkelgeschwindigkeit der Erdrotation, g = geozentrische Breite, 
Entwickeln wir den Integranden nach steigenden Potenzen von nn = x bis zum 
Term zweiter Ordnung: 
1 
A A 
Vı—2xcosy + x® 
1 
= LS 
A ( 1—2xcosy + nn 
Ay (A ——————) = 008 
\ (3 VI 2xcoy an EV 
während die explizite Darstellung von 
AfL 
» (Zr Yı—2xecosy+ =), 
Zweck unseres Beweises nicht benötigt wird. Es ist also 
tf 1 1 \ 
a [fam4 7 froosyam + 7 frr am) 
— L a eo8tm. 
Nun ist (dm = M die Gesamtmasse der Erde und [r‘cosydm =0, wenn der 
Schwerpunkt der Erde mit dem Mittelpunkt zusammenfällt. Setzen wir 
f/r*%*A,dm = B. so wird das Schwerepotential der Erde von der Form 
. M B 1 M 1 
n 6 get (mt zn)s 
B win 
DS el, N Ag  08* «1. 
Dann liefert die Gleichung 
OS M 3B 
A =—0 (> + — «ro? g) 
f X (14 3m-—n)} 
die Schwerebeschleunigung g (bis auf Terme höherer Ordnung). 
a a
	        
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