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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 64 (1936)

166 Annalen der Hydrographie. und Maritimen Metevrologie, November 1936. 
Die Art der Abhängigkeit des Winkels a vom Windwinkel ö wird nun durch 
die trigenometrische Gleichung 
ww ZU & e 
bestimmt. Ist e, Windstärke und richtung sowie Windwinkel. # (oder Richtung 
über Grund) gegeben, so kann. a aus der Gleichung (1) berechnet werden, bzw. d 
aus a, . 
Man kann aus Gleichung (1) aber auch eine Beziehung‘ zwischen @ und @ 
ableiten, da in jedem Winddreieck d= 2 -+ß ist. Setzt man dies ein, so wird 
en = 78 = ein fetga-+ cos 8 und Gleichung (1) geht über in£ 
H & A ir kn ii Me nt 
za 5 Belag a Os oder etga win ie, 
Diese GMeichung gestattet, den Winkel 8 ZU. berechnen, wenn &, Windrichtung 
ünd. «stärke sowie Winkel # gleich dem Winkel zwischen einkommendem Wind 
and Steuerkurs gegeben sind. Ist also außer 6 und Wind die Richtung über 
Grand (oder der Windwinkel) gegeben, so wird. man Form (1) zur Ermittlung 
von & verwenden, ist die Steuerrichtung oder Winkel # gegeben, Form (2). 
I zeichnet zur graphischen Ermittlung von a für jeden. der beiden Fälle 
ein. Diagramm in Polarkoordinaten, das „Luftwinkel- und das Abtriftdiagramm“ 
(Lit. 1, Abb, 5.0.4), und erklärt: „Der Radiusvektor ist... Zr der Winkel des 
Radiusvektor mit der Mittelachse ist der Windwinkel 9“ (Lit, 1, S. 210). Diese Be- 
stimmung gilt zunächst für Gleichung (1), in der ein Windwinkel ö auftritt. Jeder 
Punkt des Diagrammes hat dann einen bestimmten Wert w und 5, wenn. man € 
zleich einer beliebig gewählten Einheit setzt. Er stellt also „einen Wind dar“, 
der ja dureh Windstärke w und Winkel des Windes gegen. den Grundkurs, = %, 
völlig bestimmt ist. Ferner kann man für jeden „Windpunkt“ einen durch 
Gleichung (1) bestimmten Wert des Winkels a angeben. Zu jedem Wind gehört 
ein Wert a und umgekehrt (Diagramm 5 bei I), / 
Wenn man eine entsprechende Bestimmung für # in Gleichung (2) wie 
vorher für 6 trifft, also ß als den Winkel des Radinsvektor mit der Mittelachse 
wählt, so erhält man ein zweites Polardiagramm,. Seine Punkte werden. durch 
E und ? bestimmt, und man kann zu jedem Punkt einen Wert a aus Gleichung (2) 
ausrechnen, Ist also in einem Kursdreieck Ze und @, gleich Winkel zwischen 
Steuerkurs und Windrichtung, bekannt, so kann man a aus dem Diagramm 
entnehmen bzw. ß, wenn & und De bekannt sind (Diagramm 4 bei IX. 
L bezeichnet den Richtungswinkel des Radiusrektor für dieses Diagramm 4, 
das für Gleichung (2) gilt, gleichfalls mit „Windwinkel“ {Lit 1, Abb, 11,83 und 
5.210, Z. 14), Als Windwinkel wird bei I. (Lit, 2, Tab. 4a) „der Winkel zwischen 
Ankommender Windrichtung und Kurs über Grund“ oder (S. 66) „Kartenkurs 
minus Windrichtung“ definiert, Der Winkel # ist also kein Windwinkelz er ist 
nur der Größe nach gleich dem Windwinkel im. Nachbardreieck (für einen andern 
Flug), dessen. Grundkurs mit dem Steuerkurs im ersten ‚Dreieck zusammenfällt. 
In der Figur sind SAB und SA, B, zwei solche Dreiecke, und in ihnen ist f=—=0y 
wo d, Windwinkel im Kursdreieck SA, B, ist. I. beschränkt sich also für die 
Ermittlung von a aus diesem Diagramm auf den Fall, daB der Windwinkel im 
Nachbardreieck: gegeben ist, . | . I | 
Verbindet man nun die Punkte mit gleichen Werten von a in jedem der 
beiden Diagramme, So erhält man entsprechend der verschiedenen trigonome- 
trischen Form (1) und (2) verschiedene Liniensysteme. Für diese Linien des 
yleichen x erhält I, (in rechtwinkligen Koordinaten) die Gleichungen 
= rot und 123 == const (Lit, 1, S 211). 
"Mar setzt wer, od ünd sind= 3 8 
€ r x 
(1)
	        
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