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Volltext : Jahresbericht 1926

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Jahresbericht  der  Deutschen  Seewarte  für  1926.

überaus  weitschichtigen  Beobachtungsmateriales  der  Gezeitenstrom-  und  Tidenhubmessungen ­
  auf  Vermessungsschiff  „Panther“  vom  Sommer  1924.  Die  noch  nicht
abgeschlossene  Arbeit  lieferte  u.  a.  einige  schon  veröffentlichte,  methodisch  beachtenswerte ­
  Vorergebnisse.
Im  meereschemischen  Laboratorium,  das  nach  mehreren  Richtungen  einen
kleineren,  aber  wertvollen  Ausbau  instrumenteller  Art  erfuhr,  wurden,  neben
sonstigen  weitergehenden  chemischen  Untersuchungen,  etwa  2250  Wasserproben
auf  Chlorgehalt  titriert,  hauptsächlich  solche  von  den  Feuerschiffen.  Zum  ersten
Male  wurde  auch  in  dem  Laboratorium  durch  Professor  Dr.  Schulz  ein  rein
akademischer  Lehrkursus  für  Studenten  zur  praktischen  Einführung  in  die
ozeanographischen  Untersuchungsmethoden  abgehalten.  Die  Teilnehmerzahl  war
zehn.  Es  zeigte  sich,  daß  der  z.  Zt.  verfügbare  Raum  für  solche  Arbeiten  durchaus ­
  ungenügend  ist.
Der  Druck  des  „Atlas  über  Temperatur,  Salzgehalt  und  Dichte  der  Nordund
  Ostsee“  konnte  in  1926  bis  auf  5  Blatt  beendet  werden.
Die  nebenamtliche  Tätigkeit  des  Abt.-Vorstandes  Prof.  Dr.  Schott  als  Honorar-Professor
  an  der  Universität  mußte  sich,  zumal  ihm  während  nahezu  6  Monaten
die  Vertretung  des  erkrankten  Präsidenten  oblag,  auf  Abhaltung  einer  einstündigen
  Vorlesung  (W.  S.  25/26)  und  des  geophysikalischen  Kolloquiums  (in  beiden
Jahreshälften)  beschränken.  Dagegen  wurde  Prof.  Dr.  Schulz  nach  Erteilung  eines
Lehrauftrages  für  Meereskunde  durch  die  Universität  unter  gleichzeitiger  Ernennung ­
  zum  Honorar-Professor  der  Universität,  entsprechend  einem  lang  gehegten
Wunsche  der  Deutschen  Seewarte,  in  die  Lage  versetzt,  eine  weitergehende  ozeanographische
  Lehrtätigkeit  auszuüben.

IX.  Bericht  über  die  Tätigkeit  der  Abteilung;  Zeitschriften  der  Deutschen
Seewarte  und  Bibliothek  (A/B).
Der  hundertjährige  Geburtstag  des  Gründers  der  Deutschen  Seewarte,  Georg
von  Neumayer,  gab  Anlaß  zur  Herausgabe  einer  als  Beilage  zu  den  Ann.  d.
Hydr.  usw.  erschienenen  Festschrift,  deren  Druck  durch  weitgehende  Unterstützung ­
  seitens  eines  Hohen  Senates  der  Freien  und  Hansestadt  Hamburg  ermöglicht ­
  wurde.  —  Anläßlich  des  80.  Geburtstages  des  langjährigen  ehemaligen
Abteilungsvorstandes  der  Seewarte,  Admiralitätsrat  a.  D.  Professor  Dr.  W.  Koppen,
wurde  ein  besonderes  „Köppen-Heft“  der  Ann.  d.  Hydr.  usw.  herausgegeben
(109  Seiten,  6  Tafeln,  9  Bilder,  21  Textfiguren).  Namhafte  Gelehrte  des  In-  und
Auslandes  beteiligten  sich  mit  wertvollen  Beiträgen  an  dieser  Ehrung  des  Altmeisters ­
  der  deutschen  Meteorologie  und  Aerologie;  die  Hohen  Senate  der  Freien
und  Hansestädte  Bremen  und  Lübeck  erleichterten  durch  Gewährung  von
Beihilfen  den  Druck  der  Schrift.
a.  Schriftleitung  der  „Annalen  der  Hydrographie  und  maritimen  Meteorologie“.
Die  Zeitschrift  erreichte  1926  einen  Umfang  von  448  Seiten,  übertraf  mithin
den  des  Vorjahres  um  mehr  als  Heftstärke.  Die  Durchschnittsseitenzahl  eines
Heftes  betrug  36;  der  mittlere  Umfang  der  letzten  5  Vorkriegsjahre  (56  Seiten
je  Heft)  ist  mithin  bei  weitem  noch  nicht  erreicht;  auch  war  es  noch  nicht
möglich,  wieder  mehrfarbige  Tafeln  zu  liefern.
Die  einzelnen  Wissensgebiete  waren  —  von  den  in  jedem  Heft  erschienenen
Auszügen  aus  den  Schiffstagebüchern,  Literaturübersichten,  Nauener-  und  Witterungstabellen ­
  abgesehen  —  mit  folgenden  Beitragszahlen  vertreten:  See-  und
Luftnautik  einschl.  Funkpeilung  und  Erdmagnetismus:  27;  Hydrographie  (einschl.
Gezeitenkunde):  22;  Meteorologie,  Aerologie,  Flugwesen:  21  (dazu  20  Abhandlungen ­
  im  „Köppen-Heft“);  Instrumentenkunde  u.  ä.:  13;  Sonstiges:  12  (einschl.
betr.  Aufsätze  im  „Neumayer“-  und  „Koppen“-Heft).  —  Aus  Nautikerkreisen
(einschl.  Offiziere  der  Reichsmarine)  liefen  ein  38  Beiträge  (im  Vorjahr  18);  die
Mitarbeitschaft  insbesondere  der  fahrenden  Nautiker  ist  mithin  in  Zunahme
            
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