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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

KJeinere Mitteilungen, 
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Bericht in meiner Abhandlung »Zur Kenntnis der geologischen Klimate« eine 
vollständigere hydrologische Karte erschienen ist, in welcher das System der 
Strömungen sorgfältig. verfolgt ist. 
Das oben Gesagte zusammenfassend können wir sagen, daß der hydro- 
logische Teil des Berichts zum Teil wichtiges und interessantes Material 
enthält, aber die Resultate der Bearbeitung desselben keineswegs als befriedigend 
anzusehen sind. . 
Was andere Teile des Berichts anbetrifft, so finden wir interessante 
Angaben über die Lachsfischerei in der Abhandlung von Ssoldatow, über den 
Fischereitelegraph an der Murman-Küste von Breitfuß, sowie einige andere, 
Die zoologischen Angaben sind nicht sehr zuverlässig. Es ist selbstverständlich 
in den meisten Fällen nicht möglich die Richtigkeit der Bestimmungen zu 
prüfen, ohne die Tiere selbst zu sehen, aber gewisse Angaben über das Vor- 
kommen : einzelner Formen stehen mit allen früheren Beobachtungen im 
schroffen Widerspruch, 
N. Knipowitsch. 
3. Über die »Albatroß«-Expedition im Östlichen Stillen Ozean 
1904/05?) macht Alexander Agassiz einige Mitteilungen in der Zeitschrift 
„Science« (Vol. XXI, Nr. 527). »Albatroß« verließ im Oktober 1904 San Fran- 
cisco, machte zunächst einige Plankton-Untersuchungen während der Fahrt 
längs .der Küste und begann Anfang November ihre systematischen Unter- 
suchungen von Panama aus, Von Mariato Point wurde eine Reihe von Lotungen 
auf einer Linie nach Chatham-Island (Galapagos-Gruppe) hin gemacht; die 
tiefste Stelle wurde 100 Sm südwestlich von Mariato Point mit 3475 m gefunden, 
alsdann erfolgte langsames Ansteigen des Bodens bis 80 Sm von Chatham-Island 
auf 2600 m. Südlich von Chatham-Island (etwa. 150 Sm) wurden 3660 m gelotet, 
von hier aus wurde diese Tiefe weiter verfolgt nach Aguja Point. Die Tiefen 
nahmen ‘dann ‘bis 4000 m zu und "blieben. so :bis 60.Sm von der Küste, wo 
der Boden rasch anstieg. Bei einer. Lotungsserie von Aguja Point erst süd- 
westlich und alsdann östlich nach Callao wurde 80 Sm von Callao als größte 
Tiefe 5850 m gemessen. Diese Tiefe (Milne-Edwards Deep) wurde genauer 
ausgelotet und ergab eine große Unregelmäßigkeit des Bodenreliefs. Im Durch- 
messer von weniger als 60 Sm wurden Tiefen von 2726, 5202, 838, 5704 m usw. 
gefunden. Die Planktonfänge ergaben u. a. die Anwesenheit zahlreicher Dia- 
tomeen, deren Vorkommen bisher hauptsächlich den gemäßigten und kalten 
Zonen zugeschrieben wurde. .Verschiedentlich war die Oberfläche des Meeres 
durch Diatomeen gefärbt, einige Tiefen von 2500 bis 4000 m im Bereich der 
Peru-Strömung bildeten reine Infusorien-Ablagerungen, Quantitative Plankton- 
fänge erwiesen sich im Bereich der großen. Strömung vollkommen wertlos, da 
die Planktonarten, welche die Schließnetze hochbrachten, stetig wechselten. 
Im westlichen Teile des Forschungsgebietes wurden zahlreiche Manganklümpchen 
mit .dem Grundnetz .hochgebracht, welche alles animalische Leben im Netz 
zerstörten. 
Täglich wurden zwei Bestimmungen der Dichte des Wassers gemacht, 
jedoch ergaben diese ebenso wie die Bestimmungen von 1891 Unterschiede von 
den Werten der »Challenger« und den Werten, welche im Atlas der Seewarte 
angegeben sind, & 
Temperaturserien wurden je zwei im westlichen Teil, ferner .in der 
Mitte und in dem nahe der Küste gelegenen Gebiet der Peru-Strömung angestellt. 
Hieraus ergab sich ein ungewöhnlich starker vertikaler Temperaturgradient; 
(nördliche Station im Westen): Oberfläche 22.1°, 91 m Tiefe 15.1°, 366 m 
Tiefe 10.6°, 1097 m Tiefe 4.9°, Boden, etwa 3660 m, 2.4°, Die mittlere Station 
zeigte mit der westlichen gute Übereinstimmung, bei der ‚östlichen Station 
betrug die Bodentemperatur (4063 m) 2.4°, die Oberflächentemperatur 19.4°; 
1) Nach Eingang des hier noch erwarteten Originalberichts über die Expedition ist beab- 
sichtigt, eine ausführlichere und eingehendere Mitteilung über. deren. Ergebnisse in dieser Zeitschrift 
zu machen. D. Red.
	        
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