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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

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Anvalca der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1900. 
Während also am Leuchtschiff Oberflächensalzgehalt und Oberflächen- 
temperatur abnahmen, gestalteten sich in der Tiefe die Verhältnisse umgekehrt, 
indem dort Salzgehalt und Temperatur von Tag zu Tag (außer am 4, Februar) 
zunahmen, bis schließlich am 7. Februar in 10 m Tiefe Wasser von 34.0%., und 
4,8° C. gefunden wurde, 
b. Der mittlere Salzgehalt und die mittlere Temperatur in 0, 20 und 58 m Tiefe für 
die verschiedenen Strömungen nach ‚Jahreszeiten, 
1. Der mittlere Salzgehalt 
‘Vgl, Tabelle Id auf 8. 119 sowie die graph, Darstellungen auf Tafel 15.3 
Die für die verschiedenen Strömungen berechneten Mittelwerte aus den 
Beobachtungen von je drei Monaten (Jahreszeiten) lassen deutlich erkennen, daß 
am Leuchtschiff Skagens Riff das Oberflächenwasser bei ausfließender Strömung 
einen niedrigeren, das Tiefenwasser dagegen einen höheren Salzgehalt aufweist 
als bei einfließender Strömung. Ein noch klareres Bild bezüglich dieser Ers 
scheinung erhält man bei näherer Betrachtung der graph. Darstellungen auf Tafel 18. 
Die den mittleren Oberflächensalzgehalt repräsentierenden Kurven steigen 
bei dem einfließenden. Strömungen meist höher an als bei den ausfließenden 
Strömungen, Die Kurven, welche den mittleren Salzgehalt in 20 und 38 m Tiefe 
zur Darstellung bringen sollen, biegen dagegen bei den einfließenden Strömungen 
tiefer nach unten als bei den ausfließenden Strömungen. Bei letzteren entfernen 
sich also die Kurven im allgemeinen voneinander, bei den einfließenden Strömungen 
nähern sie sich; das bedeutet aber: Bei ausfließenden Strömungen ist in 
ler Regel am Leuchtschiff Skagens Riff der Salzgehalt an der Ober- 
fläche niedriger, in den tieferen Wasserschichten dagegen höher als 
bei einfließenden Strömungen, 
2, Die mittlere Temperatur. 
(Vgl. Tabelle Id auf S. 119 sowie die graph, Darstellungen auf Tafol 18.) 
Die jahreszeitlichen Berechnungen der mittleren Temperatur in 0, 20 und 
38 m Tiefe für die verschiedenen Strömungen liefern folgende Resultate, welche der 
Tabelle Id entnommen sind: 
Winter nn 
Stromrichtun- 
Sommer 
Stromrichtung a 
‚= | = © 
=” | = | = 
n  B | © = | 5 | 
Tiefe 
a Yen a 
SHARE 
Tiefe) 
on | 
- a zz 
O0m| 2024| 2,65 | 3.17 
120m | 5.5 | 538 | 4.67 
38m| 6.381 55 | 5.12 
O 
335 — | — 
SD | — 
485 | 
> 
Om | (14.44)) 14.7 | 14,93 
m: 9,71 | 0,38] 11.67 
3m! 8.921] 71883 994 
14,74 | 14.5 
el 14.051 
12.46 | 13.61 
üm! 2.071 3387| 3.01 
[20m 4.55 | 5571 5.28 
38m 5.45 6.351 556 
141 — [289 
E77 — 13.0 
SI8. — 3.23 
wos | 
U 
Om! 14.95 | = | (15.77) 
20m; 12532 1 — | 31.60 
U 
14.6 | 14.38 
| 1424, 13.24 
123.16 12.48 
Jj 9m! 2.98| — [3.48| 440 — — |, Om’ 14.97: 15.01; 16.37 
1905 | |20m.(445) — (4241 461; — | — 20m) 12.07 | 1028| 13.08 
|l58 m 6.47 — 149 [1071 -—' — ] 88m; 9.97 | 855 11.07 
15.094 14.68 
1453, 14.1 
| 13071 1286| 
Rn 
Während sich also im Winter für die ausfließenden Strömungen bezüglich 
jer Oberflächentemperatur im allgemeinen kleinere Mittelwerte, bezüglich der 
Temperatur in 20 und 38 m Tiefe dagegen größere Mittelwerte als für die ein- 
ießenden Strömungen ergeben, sind umgekehrt im Sommer für die ausfließenden 
Strömungen die Mittelwerte der Oberflächentemperatur am größten, die Mittel- 
werte der Temperatur in 20 und 38 m Tiefe am kleinsten, 
In den graphischen Darstellungen auf Tafel 18 kommen diese Unterschiede 
in der mittleren Temperatur für die ausfließenden Strömungen einerseits und
	        
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