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Full text: 43: Sauerstoffdynamik der Nordsee

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4 Untersuchungen zum Gasaustausch 
Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit berücksichtigt. Diese konstante Transfer 
geschwindigkeit wurde von Broecker und Peng (1982) für Sauerstoff abgeschätzt und 
mit 5 m-d' 1 (= 20.83 cm-h' 1 ) angesetzt. Die Untersuchungen von Badewien (2002) zum 
vertikalen Austausch von Sauerstoff zeigten jedoch, dass die Verwendung 
windabhängiger Parametrisierungen im Vergleich zum konstanten Ansatz eine bessere 
Übereinstimmung zwischen simulierten und gemessenen Sauerstoffkonzentartionen zur 
Folge hatte. Es erscheint daher sinnvoll, im Modell ECOHAM2 eine windabhängige 
Parametrisierung zu verwenden, um die Sauerstoffbilanz realistischer zu berechnen. 
Ziel dieses Kapitels ist es, anhand der Berechnung des 02-Flusses mit den 
Transferkoeffizienten nach Wanninkhof (1992), Wanninkhof und McGillis (1999), 
Nightingale et al. (2000b), Woolf (2005) die Sauerstoffkonzentrationen der Nordsee zu 
bestimmen und diese mit gemessenen Daten zu vergleichen. Die hierfür notwendigen 
Modellrechnungen wurden zuerst exemplarisch für zwei Positionen der Nordsee 
durchgeführt. Im Folgenden werden die Parametrisierungen mit den in der Tabelle 4.1 
definierten Abkürzungen bezeichnet. 
Parametrisierung nach: 
Abkürzung 
Wanninkhof (1992) 
W92 
Wanninkhof und McGillis (1999) 
WM99 
Nightingale et al. (2000b) 
N2000 
Woolf (2005) 
W05 
Tabelle 4.1 
Bezeichnung der Parametrisierungen der Transfergeschwindigkeit k w . 
Ausgewählte Positionen 
Um die unterschiedlichen Regime der nördlichen und südlichen Nordsee zu 
beschreiben, wurden exemplarisch die Position A in der nördlichen Nordsee und die 
Position B in der südlichen Nordsee ausgewählt. Die Position A liegt bei [58°53‘ N; 
0°15‘ O], nahe der im Fladengrund-Experiment Flex’76 ausgiebig untersuchten Station 
(Wandschneider, 1983). Sie weist, aufgrund der relativ großen Wassertiefe von 138 m, 
eine sommerliche Schichtung auf. Die zweite Position B [54°10‘ N; 07°27‘ O] liegt in 
der Deutschen Bucht und ist nur 39 m tief. Bevor die simulierten Sauerstoff
	        
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