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Full text: 43: Sauerstoffdynamik der Nordsee

Die biogeochemischen Stoffumsätze von Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff werden 
im Modell durch 17 prognostische pelagische und benthische Zustandsvariablen 
repräsentiert (s. Anhang Tabelle 11.7), für die jeweils Erhaltungsgleichungen formuliert 
sind (Tabelle 11.9). Koeffizienten, Parameterwerte sowie die zur Beschreibung der 
biologischen Prozesse erforderlichen Funktionen sind in Tabelle 11.13-11.15 
zusammengefasst. Die horizontale und vertikale Advektion und die horizontale 
Diffusion im Ausbreitungsmodul für die biogeochemischen Zustandsvariablen werden 
mit einem Komponenten-upstream-Verfahren explizit formuliert, während die vertikale 
Diffusion und das Absinken von Detritus implizit berechnet werden. Der 
biogeochemische Modellteil arbeitet mit einem variablen Zeitschritt. Ausgehend von 
einem maximalen Zeitschritt von 60 min, wird der Zeitschritt gegebenenfalls solange 
halbiert, bis das Stabilitätskriterium erfüllt ist. Danach wird er wieder vergrößert. 
Hydrodynamische und meteorologische Antriebe 
Das ökologische Modell wird wesentlich durch physikalische Felder angetrieben. Die 
hydrodynamischen Bedingungen in der Nordsee werden seit Ende der 70er Jahre durch 
hydro-thermodynamische Modelle beschrieben (Maier-Reimer, 1977; Davies, 1982; 
Backhaus, 1985; Flather, 1987; Johannesen et al., 1989; Delhez und Martin 1992, 
Pohlmann, 1996; Dick et al., 2001). Die Datensätze, die ECOHAM2 antreiben, sind in 
der Tabelle 3.1 zusammengefasst. Die hydro-thermodynamischen Daten für die Jahre 
1995 und 2000 wurden mit dem Zirkulationsmodell HAMSOM 30 (Pohlmann, 1996) 
berechnet. Dabei handelt es sich um die täglichen Mittelwerte des Wasserstandes [m], 
der Strömungskomponenten [m-s 1 ], der vertikalen und horizontalen Austausch 
koeffizienten \rn-s 1 ], sowie des Salzgehalts [psu] und der Wassertemperatur [°C]. 
An der Wasseroberfläche werden solare Einstrahlung, Windgeschwindigkeit Uw sowie 
der atmosphärische Partialdruck von Kohlendioxid (pC02 a ) vorgegeben. Die 
meteorologischen Antriebsdaten für die Jahre 1995 und 2000 stammen aus der 
Reanalyse der ERA40-Daten (ECMWF 31 ). Für die solare Einstrahlung liegen die Daten 
in einer zeitlichen Auflösung von 6 Stunden vor. Zum Erfassen des Tagesganges 
wurden sie auf zweistündige Werte interpoliert. Die Winddaten liegen in Form täglicher 
Mittelwerte vor. Die eingelesenen hydrodynamischen sowie meteorologischen 
Antriebsdaten werden im Modell zeitlich zwischen den Stützstellen auf den aktuellen 
Simulationszeitpunkt linear interpoliert. 
30 HAMburg Shelf Ocean Model, ausführliche Beschreibung bei Pohlmann (1996) und Backhaus (1985) 
31 Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (engl. European Centre for Medium-Range 
Weather Forecasts).
	        
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