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2 Sauerstoff im Wasser
Die Parametrisierungen der Transfergeschwindigkeit nach Woolf (1997) oder Woolf
(2005) unterscheiden sich von den anderen, bereits erwähnten Parametrisierungen
dadurch, dass die Transfergeschwindigkeit k explizit die Auswirkung der brechenden
Wellen auf die Gastransfergeschwindigkeit durch einen additiven Term kn
berücksichtigt.
Nach dem Ansatz von Woolf setzt sich die totale Transfergeschwindigkeit k aus der
Summe der zwei Komponenten zusammen:
~ k 0 +k B
(2.27)
ko beschreibt den linearen Anstieg der Transfergeschwindigkeit bei schwachen Winden.
Ihre Parametrisierung konnte mit Gl. (2.19) erfolgen und hat laut Jähne et al. (1987) für
Sauerstoff die Form:
k 0 — 56.52 ■ u
600
Scq 2
(2.28)
Da die Transfergeschwindigkeit k 0 \an-h '\ meistens in Abhängigkeit von der
Windgeschwindigkeit in 10 m Höhe Uw angegeben wird, wird die
Schubspannungsgeschwindigkeit u* im Allgemeinen über den von der
Windgeschwindigkeit und der Oberflächenrauhigkeit abhängigen Wind
schubspannungskoeffizienten Cd auf die Windgeschwindigkeit Uw umgerechnet. Cd ist
laut Roedel (2000) oder Deacon (1977) definiert als:
* 2
(2.29)
Ein typischer Co-Wert für niedrige Windgeschwindigkeiten liegt bei 1.3-10" 3 (Roedel,
2000). Nach Deacon (1977) ist Cd eine Funktion der Windgeschwindigkeit Uw [m-.s 1 \.
Diese Abhängigkeit lässt sich durch folgende Beziehung ausdrücken:
C D =(0.95 + 0.05- U l0 ) -IO“ 3
(2.30)
Mit Hilfe von Gl. (2.29) lässt sich somit die Gl. (2.28) für den Sauerstoff umformen zu: