linear, sondern der Gasaustausch nimmt mit der zweiten bis dritten Potenz der
Windgeschwindigkeit zu.
T[°C]
Abb. 2.5: Schmidtzahl für Sauerstoff O2 nach Gleichung (2.16) bei pC>2=0.2 atm in Abhängigkeit von der
Wassertemperatur und vom Salzgehalt des Wassers.
Mit Hilfe von Labor-Messungen und Messungen auf dem offenen Ozean ist die
Transfergeschwindigkeit k auf verschiedene Weise parametrisiert worden. In den
vergangenen Jahren wurde eine Reihe von Gleichungen formuliert, die versuchen den
Zusammenhang zwischen der Transfergeschwindigkeit und dem Wind zu beschreiben
(Deacon, 1980; Smethie et al., 1985; Liss und Merlivat, 1986; Wanninkhof et al., 1985,
1987; Wanninkhof, 1992; Tans et al., 1990; Jacobs et al., 1999; Nightingale et al.,
2000b; Zemmelink et al., 2002). Die bekanntesten und am häufigsten verwendeten
Parametrisierungen stammen von Liss und Merlivat (1986) und Wanninkhof (1992).
Die meisten Ergebnisse lieferten eine quadratische Abhängigkeit der
Transfergeschwindigkeit von der Windgeschwindigkeit. Aus der zeitlichen
Veränderung des C02-Budgets der Gotlandsee haben Schneider et al. (1999) eine
Transfergeschwindigkeit bestimmt. Diese Parametrisierung gibt eine kubische
Abhängigkeit der Transfergeschwindigkeit vom Wind. McGillis et al. (2001a),
Wanninkhof und McGillis (1999) sowie Kuss et al. (2003) haben ebenfalls gezeigt, dass
der Gasaustausch von CO2 eine kubische Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit
aufweist.
In einer neuen Arbeit beschreibt Woolf (2005) den Einfluss der Brechung von Wellen
auf die Gastransfergeschwindigkeit. Seine Untersuchungen haben gezeigt, dass ein
Zusammenhang zwischen den Transferraten und dem Grad der Bedeckung der
Wasseroberfläche mit Schaumkronen besteht. Dieser ist nach Monahan und Spillane