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Full text: 43: Sauerstoffdynamik der Nordsee

linear, sondern der Gasaustausch nimmt mit der zweiten bis dritten Potenz der 
Windgeschwindigkeit zu. 
T[°C] 
Abb. 2.5: Schmidtzahl für Sauerstoff O2 nach Gleichung (2.16) bei pC>2=0.2 atm in Abhängigkeit von der 
Wassertemperatur und vom Salzgehalt des Wassers. 
Mit Hilfe von Labor-Messungen und Messungen auf dem offenen Ozean ist die 
Transfergeschwindigkeit k auf verschiedene Weise parametrisiert worden. In den 
vergangenen Jahren wurde eine Reihe von Gleichungen formuliert, die versuchen den 
Zusammenhang zwischen der Transfergeschwindigkeit und dem Wind zu beschreiben 
(Deacon, 1980; Smethie et al., 1985; Liss und Merlivat, 1986; Wanninkhof et al., 1985, 
1987; Wanninkhof, 1992; Tans et al., 1990; Jacobs et al., 1999; Nightingale et al., 
2000b; Zemmelink et al., 2002). Die bekanntesten und am häufigsten verwendeten 
Parametrisierungen stammen von Liss und Merlivat (1986) und Wanninkhof (1992). 
Die meisten Ergebnisse lieferten eine quadratische Abhängigkeit der 
Transfergeschwindigkeit von der Windgeschwindigkeit. Aus der zeitlichen 
Veränderung des C02-Budgets der Gotlandsee haben Schneider et al. (1999) eine 
Transfergeschwindigkeit bestimmt. Diese Parametrisierung gibt eine kubische 
Abhängigkeit der Transfergeschwindigkeit vom Wind. McGillis et al. (2001a), 
Wanninkhof und McGillis (1999) sowie Kuss et al. (2003) haben ebenfalls gezeigt, dass 
der Gasaustausch von CO2 eine kubische Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit 
aufweist. 
In einer neuen Arbeit beschreibt Woolf (2005) den Einfluss der Brechung von Wellen 
auf die Gastransfergeschwindigkeit. Seine Untersuchungen haben gezeigt, dass ein 
Zusammenhang zwischen den Transferraten und dem Grad der Bedeckung der 
Wasseroberfläche mit Schaumkronen besteht. Dieser ist nach Monahan und Spillane
	        
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