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Volltext : 43: Sauerstoffdynamik der Nordsee

Für  die  diffusiven  Schichten  2  (Luft)  und  3  (Wasser)  gilt  somit  nach  Gleichung  (2.2):

F L =^<C L -C LV )  =  k L -(C L -C LV )
Z L

(2.3)

F

w

W  '  (C WL  C w )  —  k w  ■  (C WL  C w )

(2.4)

Die  Dicken  der  viskosen  Schichten  zl  und  zw  sind  umgekehrt  proportional  zur
Windgeschwindigkeit  und  Turbulenz.  k L  und  k w  sind  die  Transfergeschwindigkeiten
durch  die  Luftschicht  (2)  bzw.  durch  den  Wasserfilm  (3).  Beide  haben  die  Einheit
[Länge/Zeit].  Im  Zwei-Schichten-Modell  hängt  die  Transfergeschwindigkeit  nur  von
der  molekularen  Diffusion  und  von  der  Dicke  der  Grenzschicht  ab.  Der  Austausch
zwischen  der  Konzentration  Clw 15  16  und  Cwl 6  wird  durch  das  Henry-Dalton-Gesetz
beschrieben.  Der  Henry-Koeffizient  K H  :

K H

J_  _  C L w
ß  c WL

(2.5)

verknüpft  diese  beiden  Konzentrationen  miteinander  und  ist  umgekehrt  proportional  zur
Löslichkeit  ß.  Im  Zwei-Schichten-Modell  gilt,  dass  im  stationären  Zustand  der
molekulare  Gasfluss  durch  die  Luftschicht  (2)  gleich  dem  Fluss  durch  die
Wasserschicht  (3)  ist.  Mit  Hilfe  von  Gl.  (2.5)  ergibt  sich  dann  folgende  Beziehung:

F  -  Fi  -  F

w

C

k L  ■(  C L  —  C LW  )  —  k w  ■(  ——  C w  )
K H

(2.6)

Aus  Gleichung  (2.6)  lässt  sich  die  Konzentration  Clw  bestimmen:

15  C Lw  ist  die  atmosphärenseitige  Konzentration  direkt  an  der  Grenzfläche  Atmosphäre  -  Wasser
16  C W l  ist  die  wasserseitige  Konzentration  direkt  an  der  Grenzfläche  Atmosphäre-Wasser
            
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