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Full text: 43: Sauerstoffdynamik der Nordsee

Ökosystem-Modells vorgesehen, welches durch hydrodynamische Daten des 
Zirkulationsmodells mit 5 km Gitterauflösung angetrieben wird. Für die Tests wurde 
das aktuelle Jahr 2006 gewählt und simuliert. Die ersten Ergebnisse aus dem 
gekoppelten Modelllauf werden in diesem Abschnitt dargestellt und mit den 
vorhandenen Messungen verglichen. 
Obwohl das Modellgebiet die Nord- und Ostsee einschließt, beschränkt sich die 
Auswertung der Modellergebnisse auf die Nordsee, da das ECOHAM2-Modell speziell 
zum Beschreiben der Wechselwirkungen zwischen biologischen, chemischen und 
physikalischen Zustandsgrößen im Ökosystem der Nordsee entwickelt wurde. Bei den 
ersten Simulationen für den Betrieb am BSH geht es in erster Linie darum, die 
Funktionsweise des ökologischen Modells in einem anderen physikalischen und 
numerischen Umfeld zu überprüfen. Dabei wird getestet, ob die für die Nordsee 
getroffenen Annahmen sowie die zeitliche Entwicklung der bereits getesteten neuen 
Modellkomponenten wieder erfasst werden. Bezüglich der Ostsee soll an dieser Stelle 
kurz erwähnt werden, dass ECOHAM2 noch Modifikationen und Erweiterungen 
unterzogen werden muss, um das Ökosystem der Ostsee gut abbilden zu können, da die 
Ökosysteme beider Meeresgebiete (u.a. aufgrund der dort herrschenden verschiedenen 
hydrodynamischen Bedingungen) sehr unterschiedlich sind. Eine Besonderheit der 
Ostsee ist das Vorkommen von Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt. Da 
Cyanobakterien Stickstoff fixieren und so zum Nährstoffeintrag in die Ostsee beitragen, 
ist es besonders wichtig den Prozess der Stickstofffixierung in den Stickstoffkreislauf 
mit einzubeziehen. 
Modellgebiet und Antriebe 
Das im Ausbreitungsmodell berücksichtigte Seegebiet erstreckt sich in West-Ost- 
Richtung von 4°02’ W bis 30°22’ O und in Süd-Nord-Richtung von 48°34’ bis 65°52’ 
N und umfasst somit, im Gegensatz zum Modellgitter nach Pohl mann (1991) (s. Kapitel 
3.2), zusätzlich die Ostsee (Abb. 7.2). Die Gitterabstände betragen 3’ in meridionaler 
und 5’ in longitudinaler Richtung, d. h. ca. 5 km. Das Modellgitter umfasst 347 x 414 
Gitterpunkte. Für die Vertikale wird ein z-Koordinatensystem verwendet, bei dem die 
Wassersäule durch 11 Schichten aufgelöst wird, deren untere Begrenzungen bei 5, 10, 
15, 20, 30, 50, 100, 200, 400, 1000 m liegen. Die Oberflächenschicht beträgt nur im 
ungestörten Fall genau 5 m, sonst ist ihre Dicke räumlich und zeitlich variabel. 
Außerdem besitzt BSHdmod.E eine Bodenschicht, deren Dicke maximal 4 m beträgt. 
Die zeitliche Diskretisierung erfolgt mit einem Zeitschritt von 900 Sekunden. Die für 
die Simulation des Jahres 2006 benötigten Datensätze sind in Tabelle 7.3 
zusammengefasst. Die hydrodynamischen Daten wurden mit dem Zirkulationsmodell 
BSHcmod berechnet. Der physikalische Antrieb erfolgte durch die zeit- und tiefen-
	        
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