Die Küste, 72 (2007), 65-103
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Hierfür wurde der Fernwelle einer extremen Sturmflut (Jensen et al., 2007) am nörd
lichen Rand das reine „Tsunamisignal“ so überlagert, dass das zweite Maximum der Simula
tion ohne Sturmflut (Abb. 26 und 27, dünne untere Kurve) in Cuxhaven zur gleichen Zeit
eintritt wie der Scheitelwasserstand der reinen Sturmflutsimulation (Abb. 26 und 27, dünne
obere Kurve). Zusätzlich wurden bei dieser Simulation im Gegensatz zu den vorher beschrie
benen Untersuchungen ein meteorologischer Antrieb (Luftdruck und Windschub) entspre
chend der extremen Sturmflut und die Gezeit berücksichtigt.
In Wiek, nahe am nördlichen Modellrand, überlagern sich „Tsunamisignal“ und Sturm
flutsignal nahezu linear (Abb. 25). Die Erhöhung der Scheitelwasserstände in Cuxhaven ist
geringer als das einfache Signal (Abb. 26). In Borkum dagegen entspricht das Ergebnis im
Scheitelwasserstand fast einer linearen Überlagerung (Abb. 27).
[UTC]
Abb. 25: „Tsunamisignal“ mit extremer Sturmflut und Gezeit. Wasserstandsverlauf in Wiek
(„Nordsee 10 km“)