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Full text : Tsunami - Untersuchungen für die deutsche Nordseeküste

Die  Küste,  72  (2007),  65-103
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kung  der  Reduktion  des  Gitterabstands  von  etwa  10  km  auf  2  km.  Da  beide  Modelle  leicht
unterschiedliche  Gebiete  abdecken  und  die  Simulationen  nicht  zur  gleichen  Zeit  gestartet
wurden,  ist  in  den  Abb.  10  und  11  die  Zeitachse  so  verschoben  worden,  dass  die  Signale
simultan  Wiek  an  der  schottischen  Küste  erreichen.  Das  Eingangssignal  (drei  positive  Signale,
Periode  30  Minuten,  Wellenhöhe  5  m,  siehe  Abschnitt  5.2)  ist  in  Wiek  im  gröber  auflösenden
Modell  (Abb.  10  grün)  noch  kaum  modifiziert  und  in  den  ersten  beiden  Signalen  höher  als
das  im  feiner  auflösenden  Modell  (Abb.  10  rot).  Cuxhaven  wird  in  beiden  Modellen  zuerst
von  dem  auf  dem  Schelf  geschwächten  Ausläufern  des  Eingangssignals  erreicht,  danach  von
einem  höheren,  durch  Beugung  entstandenen  Signal  (Abb.  9).  Die  Simulationen  sind  ähnlich,
unterscheiden  sich  jedoch  in  zwei  wichtigen  Punkten:  Zum  einen  ist  in  der  gröber  aufgelösten
Simulation  (Abb.  11  grün)  das  primäre  Signal  höher  und  das  sekundäre  niedriger  als  in  der
Rechnung  mit  dem  feineren  Modell  (Abb.  11  rot).  Zum  anderen  erreicht  im  gröberen  Modell
das  primäre  Signal  Cuxhaven  etwa  zwei  Stunden  später;  das  sekundäre  Maximum  tritt  eine
Stunde  später  auf.  Da  in  dem  feiner  auflösenden  Modell  auch  eine  verbesserte  Bodentopographie ­
  (Abb.  8)  verwendet  wurde,  ist  jedoch  auf  Grund  dieser  Ergebnisse  keine  sichere
Aussage  zur  Abhängigkeit  der  Ausbreitungsgeschwindigkeit  von  der  Gitterauflösung  möglich. ­
  Mit  dem  angepassten  Modell  (Nordsee  2  km)  kann  der  langwellige  Anteil  eines  hypothetischen ­
  Tsunami  mit  Perioden  ab  30  Minuten  bis  in  Küstennähe  angemessen  aufgelöst
werden  (36  Gitterpunkte/Wellenlänge  bei  500  m  Tiefe,  20  bei  50  m  und  9  bei  10  m).
Weitere  Anpassungen  wurden  nicht  gemacht.  Modelle  wie  die  des  BSH  reproduzieren
die  Modifikation  einlaufender  Signale  durch  Beugung  an  Küstenformationen,  Reflexion  in

10  -4.1  -4.0  1t  40  -2t  -2.0  -10  -IO  Ot  00  00  10  IO  20  2t  30  31  40  4t  00
(m)

Abb.  9:  Wasserstandsverteilung  bei  gleichem  Eingangssignal  (3  positive  Einzelsignale,  Periode  1800  s,
Wellenhöhe  5  m)  und  unterschiedlichen  Modellen.  Links:  Modell  „Nordsee  10  km“  (nach  8  Stunden),
rechts:  Modell  „Nordsee  2  km“  (nach  9  Stunden)
            
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