Die Küste, 72 (2007), 65-103
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5.1 M o d e 11 a n p a s s u n g
Wasserstands- und Sturmflutmodelle wie z. B. die des BSH basieren auf hydrostatischen
Gleichungen und implizieren damit eine Vernachlässigung der Frequenzdispersion, die in
manchen Stadien der Entwicklung eines Tsunami wichtig ist, nicht jedoch in der Nordsee
außerhalb der unmittelbaren Küstenregion. So ergab auch eine nichthydrostatische Ver
gleichsrechnung der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) mit dem Modell MARTIN
(MlLBRADT, 2002) für den Wasserstandsverlauf in Helgoland erwartungsgemäß nur geringe
Abweichungen (PlÜSS, 2005; persönliche Mitteilung). Auf eine derartige Anpassung kann
daher auf dem Schelf bis in Küstennähe verzichtet werden.
Wesentlichen Einfluss auf die Güte der Simulationsergebnisse hat dagegen die horizon
tale Auflösung eines Modells. Die in diesem Artikel vorgestellten Simulationen wurden mit
zwei zweidimensionalen, barotropen Modellversionen durchgeführt. Abb. 9 zeigt die Wir-