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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. 1910, Nr. 1.
Hauptregensummen in Prozenten des Mittels.
1804/05
1805/06
18O0'07
1807/08
1808/00 1800/1000 1000/01
Daressalam
02
80
110
32*
111 — —
Tanga
83
86
173
26*
82 — —
1001'02 1002/03 1003/04 1004/05 100506 1006/07 1007/08 Mittel
Daressalam 77 142 — 120 151 84 80 080 mm
Tanga 77 111 — 130 151 112 147 1232 „
Hier ist die Übereinstimmung noch größer als vorher. In zwei Fällen treten minimale Differenzen
auf, in den Jahrgängen 1808/00 und 1006/07, einmal eine erhebliche Abweichung: 1007/08.
Der Umstand, daß die Kurven für die Jahressummen weniger parallel laufen als die für die Haupt
regensummen, wird darauf zurückzuführen sein, daß zu Tanga die dritte Regenzeit hinzukommt, die weiter
südlich verschwindet.
Tanga—Daressalam—Tabora.
.lahressummen in Prozenten des Mittels.
.
1002
1003
1004 ü
1005 1006
1007
Mittel
Tanga
100
57*
>08
124 125
03
1707 mm
Daressalam
104
07
117
111 113
74*
1207 „
Tabora
00
134
80
101 88
77*
803 „
Während auch
aus
den
kurzen
Kurven (Figur
5) das gleichsinnige
Schwanken
der beiden Küsten-
Stationen hervorgeht,
ist
das
a b weichende Vorhalten von T a b o
ra erwiesen. Besonders stark
differieren Tanga und Tabora.
Daressalam—M ikindani.
In derselben Art wie bei den oben ausgofjihrten Vergleichen wurde
auch hier verfahren. Die Jahresmittel wurden aus vier gleichzeitigen
Summen berechnet und der Ermittelung der Prozentualwerte zugrunde gelegt.
Jahressummen in Prozenten des Mittels.
1002 1003 1004 1005 Mittel
Daressalam 07 01 106 105 1330 mm
Mikindani 57 170 104 50 081 „
Man erkennt auch ohne graphische Darstellung, daß von einem
gleichsinnigen Schwanken der Niederschläge beider Stationen nicht die
Rede sein kann.
Die andere Südstation, für die wir längere Beobachtungen haben,
ist Neu-Langcnburg.
190? 03 01 05 08 01
(1 Höhenteil — 20°/o.)
Jahressummen des Niederschlags in Prozenten des Mittels.
Neu-Langcnburg
1002
85*
Daressalam 108
Tabora 112
Die Niederschläge zu
1003
1004
116
117
100
1005
1006
103
117
100
1007
06
50*
87*
Neu
•Langenbu r g
Mittel
2103 nun
1210 „
780 „
und Tabora schwanken nicht gleich
sinnig. Das Maximum fällt zu Tabora in dasselbe Jahr, in dem zu Neu-Langenburg das Minimum auf-
ti-itt — 1002 —; das nächste Jahr (1003) brachte für Neu-Langenburg das Maximum, während es zu
Tabora normal war. Die beiden nächsten Jahre zeigen bessere Übereinstimmung.
Merklicher ist schon die Annäherung der Zahlen für Daressalam und Neu-Langenburg;
doch müßte der Parallelismus viel größer sein, wollte man aus einer so kurzen Reihe den Schluß ziehen,
die Niederschläge seien hier wie dort den gleichen Schwankungen unterworfen.
Das Jahr 1004 hatte zwar an beiden Stationen ungefähr das gleiche Ausmaß, aber im Jahre 1002
wichen die Zahlen erheblich voneinander ab. Die beiden Jahressummen von 1006 und 1007 waren zu
’) Die Jahressummc von 1904 wurde zur Mittelbildung nicht verwandt. Die Prozentualwerte von 1904 sind an
allen Stationen nach dem fünfjährigen Mittel (1902—03, 1905—07) berechnet worden.