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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

August 8, Mittagsbesteck: 33° 53,1‘ S-Br, 49° 31,2‘ W-Lg.
Wind von 4* a. m. bis Mittag W durch S bis SE (4—72), blieb bis 8" p. m.
SE (3—1), drehte nach E und endigte 12" p. m. mit Stille,
Während des Vormittags bedeckter Himmel, Regenschauer, am Nachmittag
 zuweilen klar.
August 9, Mittagsbesteck: 33° 38,3‘ S-Br, 48° 15,7‘ W-Le.
Wind zwischen 1*—2* 9, m. veränderlich von ENE bis NNE und blieb so
bis 8a. m. (1—4), drehte dann nördlich bis 4*p. m. (3—4) und wieder zurück
nach NNE (2 —4).
Wetter trübe, zuweilen Regenschauer,
August 10, Mittagsbesteck: 33° 47,7‘ S-Br, 45° 4,5‘ W-Le.
Wind am Vormittag NNE (5—7), dann den ganzen Tag nördlich (6—8).
Himmel bezogen, Regenschauer; von 3*—8hp.m, klar, dann wieder be-Nebel
 und nasser Niederschlag.
August 11, Mittagsbesteck: 33° 37,5‘ S-Br, 42° 8,9‘ W-Lg.
Wind von 4*—8% a. m. Nord (9—7), zwischen 8*a.m. und Mittag sehr
veränderlich in Richtung und Stärke, drehte von NNW bis W, darauf zurück
von W bis N (7—5), dann bis 4" p.m. wieder allmählich nach W, von 4%—8%
p-m. von NW durch W bis SSW (4—32), blieb bis Mitternacht SSW (2—6).
Während des ganzen Tages bedeckter Himmel (ni), starker Regen am
Vormittag. Wetterleuchten.
August 12, Mittagsbesteck: 32° 42,5‘ S-Br, 40° 1,9% W-Lg.
Wind von 4*a. m. bis Mitternacht von SW durch S bis SE (3—2).
Himmel bedeckt; gegen Mittag klarte es wenig auf; um 3* p, m. wieder
bezogen. Im Laufe des Vormittags und gegen Mitternacht starker Regen.
August 13, Mittagsbesteck: 31° 11,6‘ S-Br, 37° 54,1‘ W-Leg.
Wind von 4* a. m. bis Mittag S—SE (4—6), 4" p. m. Ez$S (4), 8*—12% p. m.
EzS—8SE (5—83).
Himmel bedeckt, trübes und feuchtes Wetter. Gegen Mitternacht zeitweise
 Regen. .
August 14, Mittagsbesteck: 29° 12,8‘ S-Br, 35° 36,6‘ W-Lg.
Wind von 4* a. m. bis 8" p. m. SE—SSE—S (3—7), 12% p. m. südöstlich.
Während des ganzen Tages bedeckter Himmel, trübes und regnerisches
Wetter. Von 8* a.m. bis 3" p. m. Nebel. Wind böig.
August 15, Mittagsbesteck: 26° 27,7‘ S-Br, 34° 24,5’ W-Leg,
Wind von 4"—8* a. m. von E durch N bis W (3—4) drehend bis Mittag
von W—NW und zurück bis W, SW und S (5—6) drehend, von 4*—8* p, m.
zwischen SSW durch S bis SSE (6—4).
Veränderliches Wetter, im Laufe des Vormittags bedeckter Himmel,
starker Regen (40,8mm in 24"). Gegen Mittag aufklarend, Nachmittag leicht
bewölkt.
Es war mir besonders daran gelegen, die konträren N- und NE-Winde,
welche westlich von 40° W-Lg und südlich von Rio de Janeiro vorherrschen,
zu vermeiden und so schnell als möglich auf die von Kap Horn nach Europa
empfohlene Route zu gelangen. Dies hatte jedoch seine Schwierigkeiten; die
Winde waren vom 7. bis zum 10. August selten stärker, als 4—5 der Beaufort-3achen
 Skala und standen nördlich, d. h. im 1. und 4. Quadranten, länger und
frischer, als im 2. und 3., ganz entgegen den Pfeilrichtungen der Windkarten
der englischen Admiralität, nach welchen die Winde aus dem 3. und 4. Quadranten
 zu dieser Zeit hier vorherrschen sollen. Wir müssen es also besonders
ungünstig getroffen haben. Am 10. August nahm der Wind an Stärke zu, am
Morgen des 11. August wehte er hart aus Nord (9).
Am 16. und 17. August hatten wir südöstliche Winde, so dass wir uns
bereits der Hoffnung hingaben, schon auf 23° S-Br den Passat erreicht zu
haben. Am 18. August ging aber der Wind, diesmal von links nach rechts,
äber Süd und SW nach NW und NNW und hlieb aus nordwestlicher Richtung
stehen, bis wir 17° S-Br auf 29° W-Lg geschnitten hatten. Hier kam nach
24stündiger Windstille der Passat aus ESE durch und brachte uns schon am
26. August zum Aequator. Bis hierher hatten wir in 21 Tagen 3100 Sm, mithin
 eine Durchschnittsfahrt von 150 Sm den Tag, zurückgelegt, was wir, abgesehen
 von dem vielen Regenwetter, da das Schiff mehrere Tage brauchte, um

zogen,
            
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