Seewarte.
Mittel, Summen und Extreme für den Monat September 1878 aus den meteorologischen Aufzeichnungen der Normal-Beobachtungsstationen an der Deutschen Küste.
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Die monatlichen Extreme sind für das Barometer allgemein, und für das Temperaturmaximum an der Station
Wilhelmshaven den regelmässigen Beobachtungen zu den 3 Terminen am Tage entnommen und stellen daher nicht die
absoluten Extreme dar. Diese waren für den Luftdruck nach den Aufzeichnungen der Barographen in Neufahrwasser
769,9mm, 5lp.m. am 5. und 747,7mm, 4b p.m. am 16.,, in Swinemünde 769,8mm, 1hp.m. am 11. und 748,3 mm,
12h a. m, am 16., in Wustrow 770,6 mm, 11% a, m, am 11. und 746,8 mm, 9h am. am 16., in Hamburg 771,1 mm,
{Ih am, am 11. und 748,4mm, 5% a.m. am 16., in Keitum 771,0 mm, 12l a, m, am 11. und 744,7 mm, 4b a, m. am 16,
— Die mittlere Temperatur wird auf dreierlei Weise berechnet, als !/a (8 a. + 8 p.), !/s 8a. + 2p. + 8p.) und 1/2
Max, + Min.). Für die Monate September bis April wird der Durchschnittswerth aus der ersten und zweiten, für Mai bis
August aus der ersten und dritten Kombination als allgemeines Temperaturmittel angenommen, was dem wahren Mittel sehr
nahe entspricht. Für alle übrigen meteorologischen Elemente sind dagegen die Mittelwerthe als blosse arithmetische Mittel
aus den 3 Beobachtungsterminen berechnet,
In der Zusammenstellung für die Dekaden sind als Tage mit Niederschlag alle gezählt, an welchen Regen,
Schnee, Hagel oder Graupeln fielen, ohne Rücksicht auf.die Quantität; Tage mit blossem Thaufall sind ausgeschlossen,
auch wenn dieser eine messbare Grösse erreichte. Als Tage mit starkem Wind sind alle gezählt, an welchen die Ge-
‚chwindigkeit des Windes wenigstens im Mittel einer Stunde 10m per Sekunde erreichte oder überstieg. Der letzte
Cheil desselben Horizontal- Abschnitts enthält das Procentverhältniss der Windrichtungen in den drei Dekaden, jedoch
ür die Stationen an der Ostsee und an der Nordsee in je eine Zahlenreihe zusammengezogen, Hier, wie in der darunter
tehenden ebensolchen Tabelle für den ganzen Monat und die einzelnen Stationen ist, um die Lage der Luvseite anzu-
leuten, von je zwei entgegengesetzten Winden überall der häufigere durch fetten Druck hervorgehoben. Der letzte
Iorizontal-Abschnitt giebt für jedes bürgerliche Datum die mittlere Windgeschwindigkeit ohne Rücksicht auf die Wind-
:ichtung an, wie dieselbe sich aus den Aufzeichnungen der Registrir-Anemometer ergiebt, bei der Robinson’schen Annahme,
lass der Weg der Schalenmitten 1/3 des Windweges betrage. (Die Anemometer sind ganz übereinstimmend in derselben
Werkstätte konstruirt und möglichst frei aufgestellt.) Das Mittel dieser Werthe oder die mittlere Windgeschwindigkeit
les ganzen Monats findet man in der vorletzten Spalte des nächst oberen Horizontal-Abschnitts; daneben ist das Datum
ler Tage angeführt, an welchen die Windgeschwindigkeit im Mittel mindestens einer Stunde 15 m per Sekunde
orreichte oder überstieg.
Die Direktion der Seewarte.
Dr. Neumaryer.
Berichtigung, In der Tabelle für den Monat Juli 1878 unter: Winde auf 8 Richt, red. in Procenten bei Neufahrwasser muss es heissen bei NE: 13 statt 13 und bei SW: 11 statt 11.