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and deshalb auch stets das Loth zu gebrauchen, um nicht innerhalb der 37m-
Linie zu kommen.
Strömung. Die Strömung setzt in südöstlicher Richtung, und zwar zwi-
zschen EzS und SSE, mit einer Geschwindigkeit von !/ bis 2 Knoten die
Stunde; am stärksten setzt die Ebbe nach ESE. Dicht bei der Spitze Maldonado
setzt die Fluth nord- und westwärts. Commander Phillip bemerkt, dass ihm
mitgetheilt worden ist, dass während der Regenzeit der Strom nach WzN setzt.
Stromkabbelungen. Ungefähr 6 Sm in SW von der Spitze wurden sehr
heftige Stromkabbelungen beobachtet; das Wasser erhob sich zu solcher Höhe,
lass man jeden Augenblick denken konnte, es müsse sich überschlagen, was
jedoch niemals geschah. Diese Stelle wurde nach allen Richtungen ausgelothet,
und das Schiff dampfte quer über dieselbe, doch wurden nirgends weniger, als
33m Wasser gelothet.
Brandung. Ungefähr !/s Sm ausserhalb des vorher erwähnten Wracks
les Dampfers „San Francisco“ und in Linie der Spitze Maldonado und des
Wracks stand Brandung.
Die für die Schifffahrt gegenwärtig bekannten gefährlichen Untiefen liegen
zwischen 16° 17’ und 16° 21‘ N-Br und zwischen 98° 35‘ und 98° 40‘ W-Lg.
Die alleinige Sicherheit, diese Untiefen zu vermeiden, besteht darin, niemals
innerhalb der 37m-Linie zu gehen.
6. Entdeckte Insel im nördlichen Polarmeer. Kapt. E. Johann-
sen hat, wie der „Bergenspost“ gemeldet wird, auf seiner Reise im vorigen
Jahre, die sich weit östlich über Nowaja-Semlja hinaus erstreckte, am 3. Sep-
;jember 1877 in 77° 35‘ N-Br und 86° O-Lg eine Insel entdeckt, welche er
„Eensomheden“ (Einsamkeit) nannte. Die Insel ist ca 3’/a dän, Meilen (13 Sm)
lang; das Meer war gegen Westen, Norden und Osten eisfrei, im Südosten
wurde jedoch Treibeis bemerkt. Die Vegetation ist eine spärliche, dagegen
zeigte die Insel eine reiche Vogelfauna.
7. Flaschenpost. Von 68. M.S. „Arcona“ wurde am 16. November 1874
um 12% Mittags auf der Reise von Montevideo nach England in 27° 53,6‘ N-Br
und 33° 59,7‘ W-Lg eine mit Sand beschwerte Flasche über Bord geworfen;
diese Flasche ist am 5. September 1878 um 10* a. m. von dem Führer der
Bark „Fairway“ aus Swansea, Kapt. Walter Lloyd, in 33° 47' N-Br und
62° 34‘ 30‘ W-Lg gefunden worden. Die Flasche war mit Muscheln bedeckt
and hat, wenn sie ohne Unterbrechung und in dem kürzesten Abstande zwischen
veiden Endpunkten getrieben hat, in der Zeit von über 2%4 Jahren einen Weg
von ca 1514 Sm in der Richtung rw N 76° 30‘ W zurückgelegt, mithin ungefähr
15 Sm den Tae.
Gedruckt und in Kommission bei E. S. Mittler & Sohn.
Königliche Hofbuchhandlung,
Kochstrasse 69/70.