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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

»3 
Dangast: astronomisch, in. . . . 53° 27 6,27“ N-Br 
geodätisch, in. . . . . 53° 27 8,64“ N-Br 
Lothablenkung: 37“ 
Helgoland: astronomisch, in. . . . 54° 10‘ 48,00“ N-Br 
geodätisch, in . . . . 54° 10‘ 55% N.Br 
Lothablenkung: 
Die astronomischen Breiten sind bestimmt worden in Dangast durch 
73 Zenithdistanzen und in Helgoland durch 38 Beobachtungen von Passagen 
durch den ersten Vertikal. 
Wir können daher die Existenz einer Lothablenkung nach Norden an diesem 
Theile der Küste als erwiesen annehmen, welche ziemlich rasch wächst und sich 
sicht aus dem Vorhandensein von Wasser im Norden erklären lässt, da dieses 
eine Ablenkung im entgegyengesetzten Sinne bewirken müsste.“ 
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Kleine hydrographische Notizen, 
1. Stadt und Fluss Gualeguay in der Provinz Entre Rios der 
Argentinischen Konföderation. Die Stadt Gualeqguay ist weder in dem 
„South America Pilot“, noch in Jülfs und Balleer: „Die wichtigsten Sechäfen 
der Erde“ erwähnt, deshalb dürften die über diesen Platz uns zugegangenen 
Mittheilungen des Kapt. Corsanego, von der italienischen Bark „Amabile 
“atterina““, welche durch Notizen und Angaber aus: Dr. V. Martin de Moussy’s: 
„Description „G6ographique et Statistique de la Confederation Argentine (1864)*, 
„La Plata - Monatsschrift“, R. Napp’s: „Die Argentinische Republik (1877)“, 
und: „Das Kaiserreich Brasilien auf der Weltausstellung in Wien“ ergänzt 
sind — von einigem Interesse sein. 
Die Stadt Gualeguay liegt ungefähr in 33° 8‘ S-Br und 59° 28‘ W-Lg, WzS 
von Gualeguaychu, zwischen diesem Ort und San Nicolas, in geringer Entfernung 
vom Flusse Cualequay, ca 30 Sm oberhalb seiner Mündung in. den Canal del 
Ibicuy (oder Pabon Ibiceuy) des Parana. Der Fluss Gualeqguay hat nur 1,8m 
Wassertiefe, daher bleiben die Schiffe vor der Mündung im /bicuy, nördlich 
vom Paso de los Toldos; man hat den vom linken Ufer des Flusses und 
von dem Kanal gebildeten Winkel Remanso genannt, es stehen dort einige 
Hütten, von deren Bewohnern man frischen Proviant kaufen kann. Bei der 
Flussmündung vereinigt sich auch der Canal del Ibicuy mit dem Paranacito 
"Paranaceito, Parana chico), der von Westen aus dem Parana kommende Riacho 
Pabon tritt ca 5 Sm oberhalb des Ankerplatzes in den Paranacito ein. 
Der Canal del Ibicuy war am Ankerplatz vor der Gualeguay-Mündung im 
December 1877 ca 14,6—16,5m tief, doch fanden sich vorher Stellen mit nur 
5,5m Wassertiefe; nach Aussage der Lootsen sollen auch beim niedrigsten Wasser- 
stande nie weniger, als 4,6m an den seichtesten Stellen des Canal del Ibicuy 
sein. An dem genannten Ankerplatz, in welchem zuweilen 10—12 Seeschifle 
liegen, ist der Kanal breit genug, dass drei Schiffe quer von einander Platz 
haben; der Strom läuft stets abwärts, daher hat man zwei Anker in einer Hahn- 
poot vorausliegend, 55m Kette an jedem. Zur Zeit des hohen Wasserstandes ist 
es vortheilhafter, näher an der Nordseite des Fahrwassers zu ankern, weil die 
Strömung die grossen abgerissenen Stücke Erde mit Gras und Wurzeln mehr 
nach der Mitte und Südseite drängt. Den Ballast bringt man mit den Schiffs- 
booten oder mit (ziemlich theueren) Lichtern nach der Südseite an Land; falls 
ein Schiff Ballast gebraucht, holt es ihn auch von dort. Die Ladung kommt 
von den am Gwualeqguay liegenden Saladeros in Lichtern, die gelegentlich von 
einem Dampfer geschleppt werden. 
Handels- und Schifffahrtsgebräuche sind dieselben, wie an anderen Orten 
des Parana und Uruguay; mit etwaigem Bedarf an Schiffsmaterialien ist man 
auf Buenos Ayres angewiesen, Zimmerleute und Kalfaterer sind wohl vorhanden, 
ihre Leistungen aber nicht die besten. Die Verbindung des Ankerplatzes mit 
Aualeguay ist schlecht, ein Passagierdampfer geht nur alle 5 Tage, von Buenos 
Ann. d. Hyär., 1878. Heft X (Oktober)
	        
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